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Arbeitsmarkt: Neuer Lockdown bedroht 100.000 Jobs

IAB rechnet auch mit stark steigenden Kurzarbeiterzahlen - 29.10.2020 13:25 Uhr

Die Gastronomie trifft der neuerliche Lockdown am härtesten.

29.10.2020 © Daniel Karmann, NNZ


Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, rechnet mit begrenzten Auswirkungen des Teil-Lockdowns auf den Arbeitsmarkt. „Es wird zu einem Einbruch führen, aber nicht zu einem Zusammenbruch“, sagte der Behördenchef in Nürnberg

Weil die Maßnahme befristet sei und nur wenige Branchen betreffe, sei sie nicht mit dem Lockdown im Frühjahr vergleichbar. Scheele bezeichnete die Maßnahme als "angemessen", wenngleich sie für die Beschäftigten in Branchen wie der Gastronomie "bitter" sei.

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Tatsächlich werden wohl Zehntausende Angestellte in den kommenden Wochen ihre Arbeit verlieren. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuerlichen Eindämmungsmaßnahmen werden auch den Arbeitsmarkt treffen", schreiben die beiden Forscher Anja Bauer und Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Auch wenn der Arbeitsmarkt "relativ robust" bleibe, "könnten in der Folge über 100.000 Jobs kurzfristig verloren gehen." Die Zahl der Kurzarbeiter - auf dem Höhepunkt der Krise sechs Millionen, zuletzt 2,58 Millionen - werde wieder deutlich steigen.

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