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Corona und die Reisebranche: Spanien fürchtet um 750.000 Arbeitsplätze

Im Tourismus wird mit Einbußen von 70 Milliarden Euro gerechnet - 02.08.2020 19:49 Uhr

Für Katalonien mit der Tourismusmetropole Barcelona hat Deutschland eine Reisewarnung ausgesprochen.

© Jordi Boixareu via www.imago-images.de, imago images/ZUMA Wire


Die spanische Tourismusbranche hat ihre schon bisher pessimistischen Prognosen für dieses Jahr wegen wieder gestiegener Corona-Zahlen und neuer Einschränkungen nach einem Zeitungsbericht noch einmal drastisch nach unten revidiert. Bis zum Jahresende drohten der Verlust von bis zu 750.000 Arbeitsplätzen und ein Rückgang der in normalen Zeiten zu erwartenden Einnahmen um mehr 50 Prozent oder 83 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung El País am Sonntag unter Berufung auf Schätzungen des Reiseunternehmerverbandes Exceltur. Bis vor kurzem rechnete der Verband noch mit Einbußen von 40 Milliarden Euro im Tourismus, der 2019 mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitrug. Der Verband fordert deshalb 30 Milliarden Euro der für Spanien zu erwartenden rund 140 Milliarden aus dem historischen EU-Hilfsfonds zur Überwindung der Corona-Krise.

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"Dies ist der katastrophalste Sommer der vergangenen 50 Jahre", zitierte die Zeitung Exceltur-Vizepräsident José Luis Zoreda. Am schlimmsten sei die Entscheidung Großbritanniens, für Rückkehrer aus Spanien eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen. Gut ein Fünftel der fast 84 Millionen ausländischen Urlaubsgäste in Spanien kam 2019 aus Großbritannien. Danach folgten Deutsche und Franzosen mit einem Anteil von jeweils gut 13 Prozent. Deutschland hat eine Reisewarnung für Katalonien mit der Tourismusmetropole Barcelona sowie für Aragón und Navarra ausgesprochen. Auch Frankreich rät seinen Bürgern von Reisen nach Katalonien ab.

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dpa

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