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Endgültig abgesagt: Ischgl hakt Wintersaison ab

Aufnahme des Skibetriebes sei weniger denn je vertretbar - 03.03.2021 13:09 Uhr

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Ischgl - von der Partyhölle zum Corona-Hotspot: Ein Bildband über enthemmten Après-Ski-Tourismus

Im Tourismus ist Ischgl längst eine Marke. Sie steht nicht mehr nur für Skifahren in schöner Natur, sondern für eine monströse und ausufernde Après-Ski-Szene. Ischgl heißt Saufen und die Sau rauslassen, die Marke spielt in der gleichen Liga wie der Ballermann auf Mallorca oder das Oktoberfest. Der Bildband „Ischgl“ des Fotografen Lois Hechenblaikner zeigt in verstörenden Bildern, wie dieser Partytourismus den Ort förmlich überrollt - und im März 2020 ideale Bedingungen für eine rasche Ausbreitung des Corona-Virus geschaffen hat.


Angesichts des nach wie vor beunruhigenden Infektionsgeschehens, der verschärften Reiserestriktionen und der noch immer fehlenden Perspektiven für Öffnungsschritte in Gastronomie und Hotellerie sei eine Aufnahme des Skibetriebes weniger denn je vertretbar, teilte die Silvrettaseilbahn AG mit.


Partyhimmel oder Feierhölle? Verstörende Bilder aus dem Corona-Hotspot Ischgl


Ischgl war im Frühjahr 2020 als Hotspot bei der Verbreitung des Coronavirus international in den Schlagzeilen. In der Wintersaison setzt der Tiroler Ort normalerweise 300 Millionen Euro um.

Im Gegensatz zu vielen anderen Wintersportgebieten in Österreich hatte Ischgl auf den seit Ende Dezember 2020 wieder erlaubten Skibetrieb verzichtet. Der Ort mit seinen 45 Liften und 239 Pistenkilometern lebt von vielen ausländischen Gästen. Die wichtigste Gruppe sind deutsche Urlauber.

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Durch die Quarantänepflichten in Deutschland und Österreich ist das touristische Reisen aber praktisch zum Erliegen gekommen. Das umfangreiche Sicherheitskonzept, das man für einen etwaigen Start im Winter vorbereitet hatte, solle nun in der am 25. Juni startenden Sommersaison umgesetzt werden, hieß es. Dazu gehört unter anderem eine eigene Test-Station mit medizinischem Personal.

dpa

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