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Flugsicherung schließt Drohnentests an Flughäfen ab

Eine Universal-Lösung wird es nicht geben - 09.11.2020 15:29 Uhr

Die bereits an ausländischen Flughäfen verwendeten Technologien überwiegend aus dem militärischen Bereich schätzten die Experten vorab als "wenig effektiv und nicht sehr zuverlässig" ein. Die nunmehr über vier Monate an den Flughäfen Frankfurt und München ausführlich getesteten Systeme wiesen einer Mitteilung zufolge sowohl Stärken als auch Schwächen auf. Eine Universal-Lösung für die 16 internationalen Flughäfen Deutschlands könne es daher nicht geben.

"Die Lösung wird eine Mischung aus verschiedenen Sensortechnologien sein, die mit ihren individuellen Stärken ihre jeweiligen Schwächen untereinander ausgleichen", erklärte die Flugsicherung. Von einer Installation geeigneter Geräte ist man allerdings noch weit entfernt: Die nun gewonnenen Erkenntnisse müssen zunächst ans Bundesverkehrsministerium berichtet werden. Sie bilden die Grundlage für ein "Verfahren zur Auswahl einer geeigneten Technologie", das die DFS im kommenden Jahr einleiten will.

Mit einem System zur Entdeckung der Drohnen ist zudem noch nichts über Möglichkeiten zur Abwehr der unbemannten Flugkörper entschieden. Hier laufen parallele Entwicklungen etwa zur Störung der Funkkommunikation zwischen Pilot und Flugkörper sowie zum Einsatz von Jagd-Drohnen mit Fangnetzen.


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In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometern gehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.

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dpa

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