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Kaeser zur Corona-Krise: "Um Siemens ist mir nicht bang"

Konzernchef plant nach dem Ende der Coronakrise eine Fete - 15.04.2020 14:36 Uhr

Siemens-Chef Joe Kaeser hat Vertrauen, dass das Unternehmen die Coronakrise gut übersteht. © Klaus Wonneberger


Es gebe aber Lieferanten, für die es eng werde und Kunden, die bereits schwer zu kämpfen haben. Kündigungen in der Krise erteilt Kaeser eine Absage: "Wegen einer vorübergehenden Beschäftigungsschwankung wird bei Siemens niemand das Haus verlassen", sagte er. Auch Kurzarbeit gebe es bisher nur in geringem Umfang. Im Moment seien es etwa 1600 der mehr als 120.000 Mitarbeiter in Deutschland.

Zudem arbeitet Siemens derzeit daran, Mitarbeiter in der ganzen Welt in ihre Heimatländer zurückzubringen. Laut Kaeser sind es rund 4000 rund um den Globus. Ein Sprecher sagte, es gehe dabei nicht nur um deutsche Mitarbeiter. Angesichts von Reisebeschränkungen und fehlender Flüge sei dies nicht einfach.

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Siemens - die Geschichte eines Weltkonzerns

Über 40.000 Mitarbeiter beschäftigt Siemens in Nordbayern. Damit ist das Unternehmen der größte private Arbeitgeber der Region. Aktuell wird der Konzern von Vorstandschef Joe Kaeser mal wieder umgebaut - doch das ist beileibe nicht das erste Mal, dass sich Siemens in seiner Geschichte neu aufstellt.


Kaeser erzählte in einem Interview mit dem Donaukurier und der Passauer Neuen Presse, er habe selbst bereits für ein Wochenende vorsorglich unter Quarantäne gestanden. Für den Fall, dass er wegen Corona ausfallen würde, sei Siemens aber gut aufgestellt. "Man sollte spätestens dann abtreten, wenn man meint, dass man unersetzlich ist", sagte Kaeser. Zudem werde sein Stellvertreter Roland Busch ja ohnehin nach der nächsten Hauptversammlung den Chefposten von ihm übernehmen.

Siemens überlege schon jetzt, wie man den Aufschwung nach der Corona-Krise gestalten wolle, so Kaeser weiter und kündigte an: "Ich möchte eine Fete für alle 387.000 Siemens-Mitarbeiter auf der ganzen Welt." Das hätten sie sich verdient. "Und vielleicht trinken wir alle gemeinsam dann ein Corona-Bier."


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dpa

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