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Kommt die Corona-Impfung in der Mittagspause?

Siemens, Adidas, Deutsche Bank: Unternehmen wollen Impfungen nun selbst beschleunigen - 05.03.2021 16:14 Uhr

Können sich Mitarbeiter bald auch direkt bei ihrem Arbeitgeber impfen lassen? Bei Unternehmen wie Siemens, Adidas oder der Allianz gibt es entsprechende Überlegungen.

05.03.2021 © DAV, obs


"Wie andere Unternehmen auch will die Deutsche Bank ihren Beitrag leisten, um den Impfstau in Deutschland zu lösen und bald überschüssigen Impfstoff zu verwenden", zitiert die "Welt" Christian Sewing. Und der Chef der Deutschen Bank stehe damit nicht allein.

Allianz plant "bis zu 25 Impfstraßen"

Auch andere, namhafte deutsche Unternehmen stünden nach Informationen der Zeitung für eigene Impfaktionen bereit - darunter Siemens, Adidas und der Axel-Springer-Konzern (zu dem die "Welt" gehört). Oder die Allianz, die für die eigenen großen Standorte bereits Konzepte erarbeite. "Dafür planen wir, bis zu 25 Impfstraßen auf unseren Betriebsgeländen einzurichten."

Schon am Donnerstag hatten erste Unternehmen ihren Unmut über die bislang schleppende deutsche Impfkampagne geäußert und ihre Hilfe angeboten. Laut "Welt" reagiert die Bundesregierung nun. Demnach soll es zu dem Thema in den nächsten Tagen ein Treffen zwischen Regierungsvertretern und der Wirtschaft kommen.

Politik reagierte bislang zurückhaltend

Bislang hatte die Politik entsprechende Angebote stets abgelehnt. Stattdessen beharrt sie darauf, dass die offizielle Impfreihenfolge eingehalten wird und das Impfen vor allem in den dafür eingerichteten Impfzentren stattfindet.

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Nachdem in Deutschland wochenlang zu wenig Impfstoff vorhanden war, hat sich das Blatt aus Sicht von Deutsche-Bank-Chef Sewing mittlerweile gedreht. Aktuell stünden mehr Dosen zur Verfügung, als tatsächlich verbraucht werden.

Sewing könnte sich daher sogar vorstellen, dass sich auf Wunsch nicht nur Bank-Mitarbeiter bei der Deutschen Bank impfen lassen können. "Wir sind grundsätzlich bereit, Menschen eine Impfung zu ermöglichen, auch wenn sie nicht für uns arbeiten", zitiert die "Welt" den Spitzenmanager.

nn

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