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Loewe-Insolvenz: Springt jetzt die Staatsregierung ein?

SPD-Abgeordnete bringen Hilfen ins Spiel - 400 Arbeitsplätze betroffen - 26.06.2019 16:07 Uhr

Für Oberfranken ist Loewe von großer wirtschaftlicher Bedeutung. © Nicolas Armer/dpa


Seit Dienstag ist klar: Loewe ist endgültig in die Insolvenz gerutscht. Zuletzt hatte der TV-Hersteller in Eigenverwaltung die Sanierung vorangetrieben, ein Zukunftskonzept erarbeitet - doch ein dringend benötigtes Massendarlehen blieb dem fränkischen Traditionsunternehmen verwehrt. Das 1923 in Kronach gegründete Unternehmen war Jahrzehnte lang ein Pionier in der Fernsehtechnik. Doch längst haben Schwergewichte aus Nahost den Markt übernommen.

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400 Menschen arbeiten bei Loewe, es ist eines der größten Unternehmen im oberfränkischen Kronach. Bis zum 1. Juli soll der Betrieb ruhen, die Zahlung von Gehältern und Löhnen sei bis dahin in Form von Insolvenzgeld gesichert. Und dann? Die Beschäftigten blicken auf eine ungewisse Zukunft. 

"Von Investoren gegen die Wand gefahren"

Jetzt schaltet sich die Politik ein. Drei SPD-Abgeordnete aus der Region forderten jetzt Staatshilfen für den angeschlagenen TV-Hersteller. Klaus Adelt, Inge Aures und Michael Busch reichten am Mittwoch einen entsprechenden Antrag im Landtag ein. Darhin heißt es: "Das Unternehmen Loewe hat für die ohnehin strukturschwache Region Oberfranken eine immense Bedeutung." Etwa über eine Behördenverlagerung sei es jetzt an der Staatsregierung, den drohenden Verlust der Arbeitsplätze zu kompensieren. Auch eine Auffanggesellschaft solle geprüft werden.

"Die Beschäftigten leisten vor Ort eine großartige Arbeit", sagt Michael Busch aus Coburg. "Sie können nichts dafür, dass das Unternehmen von Investoren gegen die Wand gefahren wird." Inge Aures fordert auch, dass sich der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für Loewe einsetzen solle. "Wir brauchen hier einen Masterplan!" 

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