18°

Dienstag, 17.09.2019

|

zum Thema

Lufthansa-Chef: Qualität im Luftverkehr muss wachsen

Statt vieler billiger Flüge steht Klimaschutz im Vordergrund - 20.08.2019 13:36 Uhr

Auch Landeanflüge auf dem Flughafen tragen zur städtischen Umweltbelastung mit Ultrafeinstaub bei. © Frank Rumpenhorst, dpa


Ohne den Namen des Konkurrenten Ryanair zu nennen, kritisierte Spohr den "weltweit einzigartigen Preiskampf", der in diesem Sommer auf dem deutschen und österreichischen Kurzstrecken-Markt stattgefunden habe. Der Lufthansa-Konzern sei aber stark genug, seinen Heimatmarkt zu verteidigen.

Spohr kritisierte die Kampfpreise der Konkurrenz. "Nicht nur, weil 5-Euro-Tickets das System verstopfen, sondern auch, weil 5-Euro-Tickets uns angreifbar machen für Kritik - und die vielen nachhaltigen Dinge, die wir tun als Branche, in Frage stellen." Er hoffe, dass sich der Preiskampf im nächsten Sommer nicht wiederhole.

Bilderstrecke zum Thema

Von Nürnberg in die Welt: Direktziele vom Dürer-Airport

Ins Van-Gogh-Museum in Amsterdam oder lieber am Strand liegen auf Fuerteventura? Nach Paris zum Sightseeing oder Mode shoppen in Mailand? Wir haben die Länder für Sie aufgelistet, in die man von Nürnberg aus direkt fliegen kann. Schönen Urlaub!


Synthetisches Kerosin

Die Lufthansa stehe zu ihrer Verantwortung in Sachen Klimaschutz und investiere laufend in neue, effizientere Flugzeuge, erklärte der Airline-Chef unmittelbar vor der nationalen Klimakonferenz an diesem Mittwoch in Leipzig.


Flughafen-Chef Hupe spricht sich für Kurzstreckenflüge aus​


Spohr wies darauf hin, dass Langstreckenflugzeuge wegen der notwendigen Energiedichte noch auf lange Sicht mit Kerosin betrieben werden müssten. "Der letzte Tropfen Benzin wird durch ein Flugzeugtriebwerk fließen", zeigte sich der Lufthansa-Chef überzeugt. Das Flugkerosin könne aber synthetisch hergestellt werden, wenn die entsprechende klimaneutrale Primärenergie vorhanden sei.

Spohr verlangte erneut Verbesserungen bei der Flugsicherung. Die Luftverkehrssteuer sollte für Forschungsprojekte genutzt werden, die der Luftfahrt zugute kommen. Eine nationale Kerosinsteuer, die von den Airlines leicht umgangen werden könne, sei glücklicherweise aus der politischen Diskussion verschwunden.

 

dpa

2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft