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Mederer steckt Millionen in Heimatstandort Fürth

Alte Anlagen nicht mehr wirtschaftlich — Produktionskapazitäten sollen erweitert, Stellen gehalten werden - 23.11.2010 22:00 Uhr

Millionen Euro muss die Firma Mederer in die Modernisierung ihrer Anlagen stecken. © Hans-Joachim Winckler


In seiner jetzigen Form sei die Fabrik nicht mehr rentabel, erklärte Geschäftsführer Herbert Mederer, Sohn des Firmengründers Willi Mederer. Das habe eine neue Studie einer Unternehmensberatung ergeben. „Wir müssen 2011 mit dem Bau anfangen.“ Die alten Anlagen seien nach 40 Jahren einfach nicht mehr zeitgemäß. Künftig will das Unternehmen in Fürth mit den 320 Beschäftigten 30000 Tonnen Süßigkeiten im Jahr produzieren, 10000 Tonnen mehr als aktuell. Mit den Banken sei man bereits in guten Gesprächen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns über die Finanzierung einigen können.“

Bereits 2006 hatte das Unternehmen einen Umzug innerhalb der Stadtgrenzen angekündigt. Damals war von 60 Mio. € Investitionen die Rede. Der Standort im norddeutschen Boizenburg sollte aufgegeben werden, in Fürth dafür Hunderte weitere Arbeitsplätze entstehen. Diese Pläne sind nun vom Tisch, es geht nur noch um die kleine Lösung. Laut Mederer ist sogar der Umzug selbst wieder offen. „Möglicherweise modernisieren wir auch das jetzige Gelände.“

Weltweit zählt das Unternehmen 2000 Mitarbeiter an sieben Standorten. Der Umsatz lag zuletzt bei rund 250 Mio. €. „Für 2010 erwarten wir ein leichtes Plus“, so der Geschäftsführer. 

gc

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