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Mittelfränkisches Handwerk: "Überaus erfreuliche Zukunftsaussichten"

Betriebe in der Region trotz eingetrübter Konjunkturaussichten optimistisch - 22.07.2019 14:55 Uhr

Dem Handwerk geht es blendend - einzig der mangelnde Nachwuchs sorgt für Probleme. © Rainer Jensen, dpa


Sowohl die aktuelle Situation als auch die Zukunftsaussichten bewertet der Wirtschaftszweig mit seinen 22.000 Betrieben als "überaus erfreulich". Das hat die Sommer-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für Mittelfranken (HWK) ergeben. Für Kunden bedeutet das: Es kann mitunter schwer sein, auf die Schnelle einen Handwerker zu bekommen. "Das Auftragspolster ist sehr hoch", berichtet HWK-Präsident Thomas Pirner. Wer also ein Projekt – zum Beispiel eine Sanierung – plant, sollte sich frühzeitig um die Handwerker kümmern.

Krisen "nahezu spurlos" überstanden

Bei Notfällen – oder bei langjährigen Kunden – seien die Installateure, Dachdecker oder Heizungsbauer jedoch stets zur Stelle, betont Pirner. Die globale Entwicklung mit den Störfaktoren Strafzölle und Brexit hat der Kammer zufolge auf die Handwerker in Mittelfranken bislang keine Auswirkungen. Die drohten allenfalls, wenn große Industriezweige ins Trudeln gerieten und Handwerker dadurch weniger Aufträge als Zulieferer erhielten, so Pirner. Auch Hauptgeschäftsführer Elmar Forster ist zuversichtlich und verweist auf die Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009. Das Handwerk habe diese Zeit "nahezu spurlos" überstanden.

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Sorgen bereitet der Kammer dagegen weiterhin der Fachkräftemangel. Selbst bei den angesagtesten Berufen gehe die Zahl der Bewerbungen zurück. Besonders attraktiv bei jungen Frauen ist immer noch das Friseurhandwerk, junge Männer wollen vor allem Kfz-Mechatroniker oder Elektroniker werden. Kritik übt Forster an den Plänen zu Fahrverboten für Dieselfahrzeuge. Die vielfach favorisierten E-Motoren seien für handwerkertaugliche Wägen gar nicht zu haben. 

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