Neuer Vergleich: Diesel ist in Nürnberg am teuersten

1.3.2019, 18:13 Uhr
Im Diesel-Preis-Vergleich der 20 größten Städte in Deutschland, ist Nürnberg am teuersten.

Im Diesel-Preis-Vergleich der 20 größten Städte in Deutschland, ist Nürnberg am teuersten. © dpa/Patrick Pleul

 Obwohl die Preise für Benzin und Diesel im Februar wöchentlich leicht gestiegen sind, konnten sich zumindest Super-E10-Fahrer freuen. Nicht nur, weil sie durchschnittlich den dritten Monat in Folge weniger zahlten, auch hat sich die Schere zu den durchschnittlichen Dieselpreisen historisch zusammengezogen, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Clever Tanken ergab. 

"Zudem kommt ihnen die andauernde Abwärtsspirale gegenüber den Dieselpreisen entgegen – besonders, weil sie mancherorts aktuell pro Liter sogar weniger zahlen als Dieselfahrer. Diese Situation dürfte sich aber in den kommenden Wochen wieder ändern", erklärt sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. Wenn die Nachfrage nach Heizöl wieder sinkt, wird auch der Druck auf den Dieselpreis fallen. Damit wird dann der Preisunterschied gegenüber Benzin wieder größer werden, so Bock. 

Dieselfahrern in Nürnberg zahlen am meisten

Im Monat Februar kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt 1,3184 Euro. Das ist zwar nur ein halber Cent weniger als im Januar, allerdings zahlten Dieselfahrer im Schnitt 1,2466 Euro pro Liter - und damit rund 1,5 Cent mehr als im Vormonat.

Autofahrer zahlten im Februar für vier Tankfüllungen von 60 Liter Super E10 durchschnittlich 316,42 Euro. Das waren rund 1,15 Euro weniger als im Januar. Dieselfahrer zahlten für die dieselbe Menge 299,18 Euro – also etwa 3,50 Euro mehr als im Vormonat. Beim Tank-Vergleich der 20 größten deutschen Städte mussten Dieselfahrer in Nürnberg zum zweiten Mal in Folge am meisten zahlen. Hier kostete der Liter 1,2544 Euro. München sowie Stuttgart teilten sich im Februar Platz zwei (jeweils 1,2524 Euro). Auf dem dritten Platz folgte Köln (1,2460 Euro). An die Spitze der günstigsten Tankstädte schaffte es dagegen wiederholt Leipzig (1,2027 Euro). Auf den Plätzen zwei und drei folgten Bochum (1,2169 Euro) und Dresden (1,2191 Euro)

Preise ziehen erneut an

In der Sparte Super E10 Platz macht sich dagegen Bochum als günstigster Tankstandort. 1,2946 Euro kostete der Liter hier im Schnitt. Doch was Benzin betrifft ist auch Frankenmetropole nicht weit hinterher:  Nürnberg folgte auf Platz zwei mit 1,2959 Euro. Platz drei teilten sich Mannheim und München mit jeweils 1,2997 Euro pro Liter. Am teuersten war das Super hingegen in Köln (1,3301 Euro), gefolgt von Frankfurt am Main (1,3207 Euro) und Bielefeld (1,3191 Euro).

Nachdem die Preise für Benzin und Diesel monatelang stetig angestiegen sind, gab es seit November 2018 eine Preisminderung. Im Februar haben die Preise dann wieder zwar nur leicht, dafür aber kontinuierlich und vor allem gegen Monatsende angezogen. Laut dem Bock dürfte sich dieser Aufwärtstrend auch im März fortsetzen, da auch die Rohölpreise seit Mitte Februar wieder gestiegen sind "und kurzzeitig sogar ein Dreimonatshoch erreicht haben". 

Als Hauptgründe dafür sieht der Gründer von Clevertanken vor allem die seit Monaten andauernde Krise in Venezuela oder die Trumps Sanktionen gegen den Iran. 

7 Kommentare