Donnerstag, 22.04.2021

|

zum Thema

Nürnberg: Bayerische Metaller laufen sich für Warnstreiks warm

Friedenspflicht im Tarifkonflikt läuft Mitternacht ab - 01.03.2021 16:02 Uhr

Auch auf dem Nürnberger Kornmarkt stimmte sich die IG Metall schon einmal auf den bevorstehenden Tarifkonflikt ein.

01.03.2021 © Roland Fengler, NNZ


In Bayern nahmen der Gewerkschaft zufolge mehrere tausend Beschäftigte aus über 200 Betrieben an Aktionen teil, darunter auf dem Nürnberger Kornmarkt. Ab Mitternacht, mit Ablauf der Friedenspflicht, soll es dann mit Warnstreiks losgehen - unter anderem beim Autozulieferer Bosch Rexrodt in Lohr am Main und im schwäbischen Elchingen sowie bei Linde Material Handling in Weilbach bei Aschaffenburg.

Sternfahrt mit Autos und Rädern

In München gab es am Montag eine Sternfahrt von mehreren hundert Autos und Radfahrern zur Theresienwiese. Unter Beachtung der Corona-Auflagen sollten dort am Nachmittag IG-Metall-Hauptkassierer Jürgen Kerner und die Betriebsratschefs von BMW und MAN von einer Bühne mit LED-Leinwand zu den Teilnehmern sprechen.

Bilderstrecke zum Thema

Protestkundgebung in Nürnberg: Metaller sind zum Streik bereit

Mit einem bundesweiten Aktionstag erhöht die IG Metall den Druck in den laufenden Tarifbewegungen in der Metall- und Elektroindustrie, bei Volkswagen und der Eisen- und Stahlindustrie. Bundesweit gingen Tausende Metallerinnen und Metaller auf die Straße, um für ihre Forderungen zu demonstrieren.


Bei der Aktion in Nürnberg gab es nach Angaben der IG Metall in 20 Betrieben vor den Werkstoren. An der Kundgebung auf dem Nürnberger Kornmarkt hätten anschließend rund 200 Menschen teilgenommen, sagte ein Sprecher.

IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn

Die vierte Verhandlungsrunde der Tarifparteien war am Freitag ohne Annäherung und ohne neuen Termin beendet worden. Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn für die Beschäftigen - wo es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit.

Die Arbeitgeber bieten nach einer Nullrunde in diesem Jahr noch unbezifferte Lohnerhöhungen erst ab 2022 an und fordern darüber hinaus, dass Krisenbetriebe bei bestimmten Bilanzzahlen ohne Nachverhandlungen mit der IG Metall automatisch vom Tarifvertrag abweichen können. In Bayern arbeiten rund 840 000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie.

dpa

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft