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Radikaler Umbau: Leoni trennt sich von Kabelgeschäft

Sparte steht für über ein Drittel des Gesamtumsatzes - 10.07.2019 08:17 Uhr

Konzentrieren will sich Leoni künftig auf die Sparte Bordnetzsysteme (WSD). Leoni-Chef Aldo Kamper sieht in dem Schritt vor allem eine strategische Entscheidung: "Wir sind der Meinung, dass beide Unternehmensbereiche von der Trennung profitieren werden. Diese schafft zwei klar fokussierte Geschäfte, die individuelle Markt- und Technologieentwicklungen sowie Investitionen besser und schneller umsetzen können."

Wie sich Leoni von der WCS-Sparte im Detail trennen wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht endgültig entschieden. Denkbar sei ein Verkauf als Ganzes ebenso wie ein Börsengang mit der Veräußerung von Anteilen. Mit der Umsetzung rechne er allerdings nicht in den nächsten Monaten, sondern eher 2020, so Kamper.

Leoni steckt derzeit in einer tiefen Krise. Das Unternehmen leidet unter der allgemeinen Konjunkturschwäche der internationalen Automärkte ebenso wie unter hausgemachten Fehlern. Auch das laufende Jahr lief schwierig an. Im ersten Quartal musste Leoni einen Verlust von 132 Millionen Euro vermelden.


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Dieser Artikel wurde am 10. Juli 2019 aktualisiert.

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