20°

Freitag, 24.05.2019

|

zum Thema

Riesenpipeline geplant: Israel will Erdgas nach Europa liefern

Projekt soll rund sechs Milliarden Euro kosten - Verlauf unter dem Meer - 25.11.2018 15:20 Uhr

Durch die Pipeline auf dem Grund des Mittelmeeres soll Erdgas aus den reichen Vorkommen im Meer vor Israel nach Europa gelangen. © dpa


Ein Jahr nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie der Europäischen Union mit positiven Ergebnissen hätten die vier beteiligten Länder sich grundsätzlich geeinigt, sagte Steinitz.

Die 2100 Kilometer lange Pipeline soll ersten Studien zufolge rund sechs Milliarden Euro kosten. Durch die Pipeline in bis zu 3000 Metern Tiefe auf dem Grund des Mittelmeeres soll Erdgas aus den reichen Vorkommen im Meer vor Israel nach Zypern und von dort nach Kreta und über das griechische Festland nach Italien gebracht werden.

Auch die Teilnahme weiterer Länder sei in Zukunft möglich, wenn alle vier Länder zustimmten, teilte das israelische Energieministerium mit. Die Europäische Union habe 70 Millionen Euro für die Machbarkeitsstudie und Planung bereitgestellt.

Große wirtschaftliche Bedeutung

Steinitz sagte, nach der offiziellen Unterzeichnung müsse binnen eines Jahres die Finanzierung der Pipeline durch den privaten Sektor geklärt werden. Die Verlegung werde weitere vier bis fünf Jahre dauern. "Wenn alles wie geplant verläuft, rechnen wir damit, dass Israel im Jahre 2024/2025 zu einem Energielieferanten Europas wird", sagte der Minister. Dies sei von "großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung".

Vor einem Jahr hatten die Energieminister Israels, Zyperns, Griechenlands und der Botschafter Italiens in Zypern in Nikosia eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Anwesend war damals auch der für Energie zuständige EU-Kommissar, Miguel Arias Cañete. 

dpa

2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft