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Schon nächstes Jahr: Kleine Brauereien erhöhen Pfand - das ist der Grund

Brauer wollen Forderung notfalls alleine durchdrücken - 12.11.2019 17:43 Uhr

Fehlende Fußball-Weltmeisterschaft oder Fußball-Europameisterschaft könnten Grund für Umsatzrückgang sein. © dpa


Diskutiert wird schon länger, nun machen zumindest die kleineren Brauereien offenbar Ernst beim Thema Pfand: Bis Ende nächsten Jahres müsse hier eine Lösung gefunden werden. Rittmayer bekräftigte seine Forderung, dass das Pfand deutlich angehoben werden muss – "mindestens auf die Höhe der Wiederbeschaffungskosten". Das bedeutet konkret: Statt 1,50 Euro werden für den Kasten fünf bis sechs Euro Ausleihgebühren fällig, für die Flasche statt acht Cent 14 bis 18 Cent.

Da die großen Brauereien bei dieser Forderung nicht mitziehen, möchte der Verband Private Brauereien Bayern, der die kleinen und mittleren Bierhersteller repräsentieren, das höhere Pfand notfalls alleine durchziehen. Der Handel sei hier allerdings nicht begeistert, räumt Rittmayer ein.

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Außerdem klagen die Brauer über einen Rückgang beim Bierkonsum: Zwischen Januar und September 2019 ist der Bierabsatz in Deutschland um zwei Prozent auf 71,2 Millionen Hektoliter zurückgegangen. In Bayern war der Rückgang mit Minus 3,6 Prozent besonders ausgeprägt, sagte Georg Rittmayer, Präsident des Verbands Private Brauereien Bayern im Vorfeld der am Dienstag startenden Getränkemesse BrauBeviale in Nürnberg.

In Nürnberg: Brauereien klagen über zu wenig Bierkonsum

Die Suche nach den Gründen gestaltet sich in der Branche stets als schwierig. Möglicherweise sei es in diesem Jahr zu heiß für den Bierkonsum gewesen. Sicher habe eine Rolle gespielt, dass es heuer weder eine Fußball-Weltmeisterschaft noch eine Fußball-Europameisterschaft gegeben habe, mutmaßt Rittmayer, der selbst eine Brauerei im oberfränkischen Hallerndorf betreibt. Für die Zukunft der Brauereien gerade auch im Bierland Franken sei ihm dennoch nicht bange: Die Verbraucher wüssten Regionales wieder zu schätzen. Davon profitierten er und seine Kollegen.

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Franken: das Land der Brauereien. Nirgendwo sonst gibt es so viele Braustätten auf so dichtem Raum wie hier. Aber nicht nur Bier wird in der Region hergestellt. Auch die Geräte, mit denen es gebraut wird, entstehen hier. Die Braumaschinenfabrik Kaspar Schulz produziert seit Generationen in Bamberg - für Kunden auf der ganzen Welt.


Auf der BrauBeviale dreht sich von Dienstag bis Donnerstag im Nürnberger Messezentrum alles rund um Getränke und deren Herstellung. Mit 1090 Ausstellern ist die Schau in diesem Jahr die wichtigste Investitionsgütermesse der Branche. Erwartet werden über 40.000 Fachbesucher. Auf dem Programm steht auch die Preisverleihung beim European Beer Star. Traditionell sind hier meist auch regionale Brauereien unter den Ausgezeichneten.


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Bier aus Franken gesucht: Quizrunde Nr. 1

© Montage: Sabine Schmid

Sie sind ein Freund der fränkischen Bierkultur? Und schätzen die regionalen Privatbrauereien? Wunderbar. Aber erkennen Sie die Brauerei auch am Kronkorken? Testen Sie Ihr Wissen bei unserem Quiz!

© Achim Bergmann

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Frage 1/10:

Silberner Brauerstern auf Hellblau. Wer ist's?

Die Brauerei Wagner aus Merkendorf, erstmals erwähnt 1797. Rund um Bamberg wird das Wagner sehr geschätzt, besonders das ungespundete Lager und das naturtrübe Kellerbier.

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Frage 2/10:

Diese Kirchtürme deckeln welches Bier?

Brauerei Trunk aus Vierzehnheiligen/Bad Staffelstein, der gute Stoff wird auch Nothelfer genannt. Nothelfer? Die Erklärung ist einleuchtend: Seit 1803 wird das Bier oberhalb der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen gebraut. Und wenn die erschöpften Pilger seit jeher oberhalb des Gotteshauses aus dem nahen Wald kommen, stärken sich nicht wenige erst mal mit einem kühlen Bier, bevor sie dann die Kirche betreten.

© Achim Bergmann

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Frage 3/10:

Nicht verkehrt, mit Schild und Schwert.

Seit über 300 Jahren in Familienbesitz zählt Held aus Oberailsfeld schon zu den bekannteren Privatbrauereien in der Region. Besonders das Helle ist beliebt. Seit 1680 wird hier schon gebraut.

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Frage 4/10:

Hier springt der Hirsch - auf welche Brauerei?

1845 übernahm der Müllerssohn Johannes Kraus das damalige "Wirtschaftsguth" in Hirschaid - und seither ist die Brauereigaststätte ohne Unterbrechung im Besitz der Familie.

© Achim Bergmann

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Frage 5/10:

Ein grüner Baum, wo steht der?

"Zum Grünen Baum" heißt der Brauereigasthof der Familie Bayer aus Theinheim im Steigerwald. Gefeiert wird hier oft, unlängst erst ein runder Geburtstag: Seit 1718 wird hier schon gebraut.

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Frage 6/10:

Ein bunter Vogel - auf welchem Bier sitzt er?

"Zum Pfau!", heißt es öfter, wenn es nach Frauendorf geht. Seit 1867 ist die Familie Hetzel Herr über die dort ansässige Brauerei.

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Frage 7/10:

Der Zwerg vom Berg, wo braut er sein Bier?

Der markante Zwerg stammt von der Staffelberg-Bräu aus Loffeld. In der sechsten Generation, seit 1856, führt die Familie Geldner-Wehrfritz dort die Brauerei. Zehn Jahre später, 1866, ließ Jakob Geldner ein eigenes Brauhaus folgen, nochmals zehn Jahre später dann eine eigene Faßhalle.

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Frage 8/10:

Raubtier mit Schild und Krone. Wer ist's?

In Untersiemau/Birkach wird seit 1822 das "Eller" gebraut. Als beliebtestes gilt das Rotbier, Christian Eller braut aber auch ein süffiges Pils.

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Frage 9/10:

Schwarzer Adler, wer hat sich den gekrallt?

Adler-Bräu aus Stettfeld ist inmitten der unterfränkischen Haßberge daheim - und das schon seit 1730. Bräustübla, Biergarten, Sudhaus und sogar einen "Bärentrunk" gibt's hier.

© Achim Bergmann

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Frage 10/10:

Weißer Löwe - wo kommt der her?

Hier sind Wirths-Leute am Werk! Die nun schon 9. und 10. Generation der Familie Wirth führt das Löwenbräu. Natürlich nicht zu verwechseln mit dem Münchner! "Unser" Löwenbräu stammt aus Neuhaus im Aischgrund und das schon seit 1747. Im Sortiment gibt es hier mehrere Löwen und sogar eine "Karpfen Weisse".

Vielen Dank für das Beantworten der Fragen! Demnächst geht es weiter mit der zweiten Runde!

© Montage: Sabine Schmid

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