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Siemens baut zerstörte Kraftwerke im Irak neu

Kraftwerke durch IS-Kämpfer zerstört - Millionen-Auftrag gesichert - 14.09.2019 16:22 Uhr

Die beiden Kraftwerke Baidschi 1 und 2 nördlich von Bagdad sollen nach Fertigstellung eine Kapazität von 1,6 Gigawatt besitzen, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Eine entsprechende Übereinkunft mit dem irakischen Energieministerium sei unterschrieben worden. Der Wiederaufbau der Kraftwerke sei ein entscheidender Schritt in der Strategie des Unternehmens, das irakische Energienetz auszubauen.

Die Kraftwerke in Baidschi waren durch Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zerstört worden. Im Sommer 2014 musste eine Gruppe Siemens-Techniker aus dem Gebiet gerettet werden, als die Islamisten die Gegend rund 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad einnahmen. In Baidschi befindet sich auch die größte Ölraffinerie des Iraks.

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Über 40.000 Mitarbeiter beschäftigt Siemens in Nordbayern. Damit ist das Unternehmen der größte private Arbeitgeber der Region. Aktuell wird der Konzern von Vorstandschef Joe Kaeser mal wieder umgebaut - doch das ist beileibe nicht das erste Mal, dass sich Siemens in seiner Geschichte neu aufstellt.


General Electrics buhlt um Aufträge

Bereits im Mai hatte Siemens den Zuschlag für Aufträge im Wert von rund 700 Millionen Euro erhalten. Der Irak will die Energieversorgung des Landes deutlich ausbauen. Neben Siemens buhlt auch US-Konkurrent General Electrics um die Aufträge. Insgesamt geht es um Aufträge von rund 14 Milliarden US-Dollar (12,5 Mrd Euro).

Der Wiederaufbau der beiden Kraftwerke in Baidschi markiere die zweite Phase der sogenannten "Roadmap" im Irak und stelle das bislang größte Projekt in Bezug auf die Stromkapazität dar, teilte Siemens mit. Die Arbeiten sollen beginnen, sobald die Übereinkunft vom irakischen Ministerrat bestätigt und eine Regelung mit dem Finanzministerium gefunden worden sei. Siemens werde für das Projekt unter anderem Gasturbinen, Generatoren und Kontrollsysteme bereitstellen. Der Auftrag werde zusammen mit dem ägyptischen Unternehmen Orascom abgewickelt.

dpa

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