Siemens: Stellenabbau in Nürnberg beschlossen

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Gregor le Claire

Redaktion Politik und Wirtschaft

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3.3.2021, 12:47 Uhr
Blick auf ein Straßenschild, welches den Weg zum Siemens-Standort in der Vogelweiherstraße in Nürnberg weist.

Blick auf ein Straßenschild, welches den Weg zum Siemens-Standort in der Vogelweiherstraße in Nürnberg weist. © Daniel Karmann, NNZ

Konkret betroffen ist das Werk in der Vogelweiherstraße, das schwerpunktmäßig zum Bereich Digital Industries gehört. Standort-Betriebsratschef Gerald Eberwein spricht von einem Ergebnis, "mit dem wir leben können".

Betriebsrat zwingt Siemens zu Zugeständnissen

Im September 2020 hatte das Unternehmen zunächst sogar noch das Aus für 373 Arbeitsplätze angekündigt. Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, dass die Arbeitnehmervertreter in den anschließenden Gesprächen über den benötigten Interessenausgleich und Sozialplan eine niedrigere Zahl und weitere Zugeständnisse heraushandeln.

So auch dieses Mal. Betriebsbedingte Kündigungen seien tabu, erklärt Betriebsrat Eberwein. Stattdessen wird Siemens versuchen, die Betroffenen in Nürnberg mit Angeboten wie Altersteilzeit, einer Abfindung oder der Versetzung an einen anderen Standort zum Ausscheiden zu motivieren.

Siemens bekennt sich zum Standort Nürnberg

Zugesagt habe Siemens außerdem, das Werk mit erheblichen Investitionen zu einem Vorzeige-Standort im Schwermaschinenbau aufzurüsten, inklusive einer digitalen Steuerung über alle Prozessstufen hinweg. "Das Geld fließt sowohl in neue Anlagen als auch in die Weiterqualifizierung von Menschen", so Eberwein. "Das ist ein Bekenntnis zum Standort."

Akzeptieren mussten die Arbeitnehmervertreter, dass der Konzern einen Teil der derzeitigen Produktion aus Nürnberg an Schwesterwerke in Tschechien und China verlagert. Auch in der Verwaltung wolle Siemens sparen, so Eberwein, um seine selbstgesteckten Margenziele zu erreichen.

Antriebsmotoren für Pumpen

In der Nürnberger Südstadt fertigt Siemens künftig vor allem Antriebsmotoren und Umrichter für Pumpen. Beispielsweise für den Einsatz in Bergwerken oder gasgefüllten Räumen, wo kein Funke versehentlich zu einer Explosion führen darf. Der Weltmarkt dafür gilt jedoch seit Jahren als schwierig und tendenziell schrumpfend.


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