Masken

Spahn zieht Corona-Lehre: Abhängigkeit von China verringern

12.6.2021, 11:15 Uhr
Zu Beginn der Pandemie waren Masken Mangelware. Künftig dürfe die Regierung nicht mehr derart abhängig von China sein, fordert Gesundheitsminister Jens Spahn. 

Zu Beginn der Pandemie waren Masken Mangelware. Künftig dürfe die Regierung nicht mehr derart abhängig von China sein, fordert Gesundheitsminister Jens Spahn.  © Michael Kappeler, dpa

Die Europäische Union müsse zudem souveräner werden und dürfe auch nicht auf Digitalkonzerne und die in dieser Branche entstehenden neuen Monopole angewiesen sein, sagte der CDU-Politiker beim "Tag des deutschen Familienunternehmens" in Berlin.

"Und das gilt noch viel mehr mit Blick auf China. Also wenn wir eines wirklich schmerzhaft erlebt haben in dieser Pandemie (...), dann die viel zu große Abhängigkeit von China", sagte Spahn. "Wir sind zu abhängig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die für uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe für Medikamente", sagte er.

"Aber wir sind auch zu abhängig von China als Absatzmarkt, und das ist eine sehr viel schmerzhaftere Debatte fast noch. Wenn in China keine Autos gekauft werden, stehen in Wolfsburg die Bänder still."


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Spahn forderte, neu über die Rolle des Staates in der Wirtschaft und insgesamt diskutieren. "Ich meine jetzt nicht einen starken Staat im Sinne von Bürokratie, wer verteilt am besten um, und irgendwie noch Kassenbonpflicht, sondern ich meine einen starken Staat als dienenden Staat, als beschützenden Staat, nicht als beschränkenden, besserwisserischen Staat." Er verglich das Gesundheitssystem mit der Rolle, die der Staat in der inneren Sicherheit habe.