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SpardaBank setzt auf Digital-Strategie

Mit Zukunftsplänen sollen Konkurrenten wie Google oder Amazon ausgebremst werden - 21.01.2020 17:12 Uhr

SpardaBank plant für die Zukunft eine digitale Strategie, in der auch neue Geschäftsfelder vorkommen sollen. © Ralf Rödel


Teil der "Strategie 2030" der Bank ist die Kooperation mit dem Portal Weltsparen.de, das Sparangebote vermittelt. Mit einer neuen App namens "Teo" will die Sparda-Bank zudem auch Angebote jenseits des Bankgeschäfts zur Verfügung stellen, sagte Vorstandschef Stefan Schindler bei der Vorlage der Jahresbilanz 2019. Dazu zählen beispielsweise Gutscheine für den verbilligten Einkauf bei Einzelhändlern. Mit Hilfe von Teo können Kunden auch ihre kompletten Finanzen verwalten – nicht nur die, die sie über die Sparda-Bank abwickeln. Denkbar seien darüberhinaus Angebote zur Mobilität und zur Energie, hieß es.

Google und Amazon als Konkurrenz

Hintergrund der Strategie: Die Bank will verhindern, dass sich Internetriesen wie Google oder Amazon zwischen sie und ihre Kunden schieben. Auch neue Geschäftsfelder wie die Baufinanzierung bei Genossenschaften sollen das Geldhaus zukunftsfähig machen.
Wie anderen Banken auch macht der Sparda-Bank das anhaltend niedrige Zinsniveau zu schaffen: "Retailbanken sind nicht auf einen dauerhaften Nullzins ausgelegt", sagte Vorstandschef Schindler. Der Zinsüberschuss – eine wichtige Größe für den Gewinn – ist im vergangenen Jahr lediglich aufgrund eines Sondereffekts gestiegen, erläuterte Thomas Lang, stellvertretender Vorstandschef.

Die Sparda-Bank Nürnberg unterhält mit 365 Mitarbeitern 15 Filialen in Franken. Mit rund 220.000 Kunden, die zugleich Genossenschaftsmitglieder sind, hat das Geldhaus eine Bilanzsumme in Höhe von 4,5 Milliarden Euro erzielt – das waren 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Wachstumstreiber war erneut das Geschäft mit Immobilienkrediten. Der Jahresüberschuss sank von 6,1 auf 5,2 Millionen Euro.

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