Elf Managerinnen aus der Region

Von Schaeffler bis Adidas: Das sind die Top-Wirtschaftsfrauen Frankens

17.6.2021, 16:50 Uhr
Jutta Suchanek ist seit 1. Oktober 2017 Personalverantwortliche – Chief HR Officer – bei der Nürnberger GfK. Sie leitet das globale Personalwesen, eine Funktion, die es bisher in der Form in dem Marktforschungsunternehmen noch gar nicht gab. Zudem ist Suchanek Mitglied des Executive Leadership Teams. Sie kommt wie der Vorstandschef der GfK von der WMF Group. Die Bankkauffrau und Diplom-Wirtschaftspädagogin begann ihre berufliche Laufbahn bei der Stadtsparkasse Aichach und sammelte später in diversen Positionen weltweit Erfahrung. Die GfK beschäftigt in Mittelfranken 1902 Mitarbeiter, weltweit sind es knapp 13.000.
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GfK: Jutta Suchanek

Jutta Suchanek ist seit 1. Oktober 2017 Personalverantwortliche – Chief HR Officer – bei der Nürnberger GfK. Sie leitet das globale Personalwesen, eine Funktion, die es bisher in der Form in dem Marktforschungsunternehmen noch gar nicht gab. Zudem ist Suchanek Mitglied des Executive Leadership Teams. Sie kommt wie der Vorstandschef der GfK von der WMF Group. Die Bankkauffrau und Diplom-Wirtschaftspädagogin begann ihre berufliche Laufbahn bei der Stadtsparkasse Aichach und sammelte später in diversen Positionen weltweit Erfahrung. Die GfK beschäftigt in Mittelfranken 1902 Mitarbeiter, weltweit sind es knapp 13.000. © Privat

Julia Bangerth gehört ebenfalls zu den Top-Managerinnen in der Region. Zum 1. Juli 2018 wurde sie neue Personalvorständin der Datev. Wenn es um Karriere geht, ist die 44-Jährige überzeugt:
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Datev: Julia Bangerth

Julia Bangerth gehört ebenfalls zu den Top-Managerinnen in der Region. Zum 1. Juli 2018 wurde sie neue Personalvorständin der Datev. Wenn es um Karriere geht, ist die 44-Jährige überzeugt: "Frauen müssen Frauen bleiben und dürfen nicht versuchen, Männer zu kopieren." Bangerth ist bereits seit 2016 als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin des Personalbereichs bei der Datev tätig. © Datev

Zu den führenden Frauen in Franken zählt auch Christine Bruchmann. Sie ist seit 2005 geschäftsführende Gesellschafterin der Nürnberger Unternehmensgruppe Fürst mit rund 4350 Mitarbeitern. Geboren 1959 in Nürnberg, führte sie ihr Weg nach dem Studium unter anderem zu Gillette und Randstad (als Geschäftsführerin Vertrieb), bis sie schließlich wieder in Nürnberg landete. Frauen an der Spitze findet Bruchmann oft
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Fürst: Christine Buchmann

Zu den führenden Frauen in Franken zählt auch Christine Bruchmann. Sie ist seit 2005 geschäftsführende Gesellschafterin der Nürnberger Unternehmensgruppe Fürst mit rund 4350 Mitarbeitern. Geboren 1959 in Nürnberg, führte sie ihr Weg nach dem Studium unter anderem zu Gillette und Randstad (als Geschäftsführerin Vertrieb), bis sie schließlich wieder in Nürnberg landete. Frauen an der Spitze findet Bruchmann oft "zu verbissen, vielleicht, weil sie auf vieles verzichtet haben". Bruchmann ist auch Vizepräsidentin der IHK für Mittelfranken. © Stefan Hippel

Auch sie gehört zum Kreis der mittelfränkischen Führungspersönlichkeiten: Der Verwaltungsrat der AOK Bayern wählte Irmgard Stippler im November 2017 einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Vorstands. Damit wurde erstmals eine Frau Chefin der größten Krankenkasse im Freistaat. Die 53-jährige promovierte Volkswirtin hat umfassende Erfahrungen im Gesundheitswesen. Die AOK Bayern betreut über 4,5 Millionen Versicherte in Bayern.
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AOK Bayern: Irmgard Stippler

Auch sie gehört zum Kreis der mittelfränkischen Führungspersönlichkeiten: Der Verwaltungsrat der AOK Bayern wählte Irmgard Stippler im November 2017 einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Vorstands. Damit wurde erstmals eine Frau Chefin der größten Krankenkasse im Freistaat. Die 53-jährige promovierte Volkswirtin hat umfassende Erfahrungen im Gesundheitswesen. Die AOK Bayern betreut über 4,5 Millionen Versicherte in Bayern. © Die Hoffotografen GmbH Berlin/AOK

Corinna Schittenhelm, Jahrgang 1967, ist im Vorstand des Herzogenauracher Kfz-Zulieferers Schaeffler verantwortlich für das Ressort Personal. Die studierte Diplom-Betriebswirtin startete ihre berufliche Karriere bei der Bayerischen Vereinsbank, wechselte dann aber 1996 zu Siemens, wo sie als Personalreferentin für Mobile Phones in München arbeitete. Auf weiteren Stationen blieb sie dem Konzern treu und wechselte im Januar 2014 als Personalchefin zur Osram Licht AG. Anfang 2016 kam Schittenhelm dann in den Vorstand der Schaeffler AG.
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Schaeffler: Corinna Schittenhelm

Corinna Schittenhelm, Jahrgang 1967, ist im Vorstand des Herzogenauracher Kfz-Zulieferers Schaeffler verantwortlich für das Ressort Personal. Die studierte Diplom-Betriebswirtin startete ihre berufliche Karriere bei der Bayerischen Vereinsbank, wechselte dann aber 1996 zu Siemens, wo sie als Personalreferentin für Mobile Phones in München arbeitete. Auf weiteren Stationen blieb sie dem Konzern treu und wechselte im Januar 2014 als Personalchefin zur Osram Licht AG. Anfang 2016 kam Schittenhelm dann in den Vorstand der Schaeffler AG. © Schaeffler

Ihren ursprünglichen Plan, Managerin einer Orchideenplantage zu werden, realisierte Ingrid Hofmann aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse in Südafrika nicht, wie sie selbst auf ihrer Homepage schreibt. Stattdessen gründete sie 1985 im Alter von 31 Jahre in Nürnberg die I. K. Hofmann GmbH – auch Hofmann Personal genannt. Ein Zeitarbeitsunternehmen, das heute zu den größten Personaldienstleistern Deutschlands gehört und weltweit über 24.000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Einschätzung von Branchenexperten gilt Ingrid Hofmann zu den Pionieren der Zeitarbeit.
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Hofmann Personal: Ingrid Hofmann

Ihren ursprünglichen Plan, Managerin einer Orchideenplantage zu werden, realisierte Ingrid Hofmann aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse in Südafrika nicht, wie sie selbst auf ihrer Homepage schreibt. Stattdessen gründete sie 1985 im Alter von 31 Jahre in Nürnberg die I. K. Hofmann GmbH – auch Hofmann Personal genannt. Ein Zeitarbeitsunternehmen, das heute zu den größten Personaldienstleistern Deutschlands gehört und weltweit über 24.000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Einschätzung von Branchenexperten gilt Ingrid Hofmann zu den Pionieren der Zeitarbeit. © Horst Linke

Im Finanzgewerbe sind Frauen in Führungspositionen tatsächlich noch selten, auch wenn es mittlerweile wesentlich mehr sind. Eine davon ist Daniela Heil. Sie ist seit Oktober 2011 Vorständin der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Damals hat sie sich gegen 36 Bewerber durchgesetzt. Ob sich Frauen seltener trauen, sich für einen Chefposten zu melden?
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Sparkasse Mittelfranken-Süd: Daniela Heil

Im Finanzgewerbe sind Frauen in Führungspositionen tatsächlich noch selten, auch wenn es mittlerweile wesentlich mehr sind. Eine davon ist Daniela Heil. Sie ist seit Oktober 2011 Vorständin der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Damals hat sie sich gegen 36 Bewerber durchgesetzt. Ob sich Frauen seltener trauen, sich für einen Chefposten zu melden? "Die Frau wartet meist länger, bis sie sich ihrer Sache 120 Prozent sicher ist", glaubt Heil. Die geborene Darmstädterin hat nach ihrem Diplom als Betriebswirtin zunächst 18 Jahre bei der Commerzbank und dann drei Jahre bei Wüstenrot im Kreditrisikomanagement und Prozessmanagement gearbeitet. Über die Sparkasse Leipzig kam sie dann nach Roth und Schwabach. © Günther Wilhelm

Sie ist Frankens wohl bekannteste Chefin: Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann (79) machte aus dem Mittelstandsbetrieb ihres Mannes den Weltkonzern Schaeffler. In Prag geboren und in Wien aufgewachsen, traf sie als junge Medizinstudentin auf den 24 Jahre älteren Georg Schaeffler. Nach dessen Tod übernahm sie in der männerdominierten Branche selbst die Geschäfte und führte den Konzern seitdem selbst durch die größten Turbulenzen, so wie auch in den vergangenen Monaten: Wie bekannt wurde, plant der Autozulieferer allein am Standort Herzogenaurach über 1000 Arbeitsplätze zu streichen. Andere Standorte sollen geschlossen, verlagert oder verkauft werden. 
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Schaeffler: Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann

Sie ist Frankens wohl bekannteste Chefin: Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann (79) machte aus dem Mittelstandsbetrieb ihres Mannes den Weltkonzern Schaeffler. In Prag geboren und in Wien aufgewachsen, traf sie als junge Medizinstudentin auf den 24 Jahre älteren Georg Schaeffler. Nach dessen Tod übernahm sie in der männerdominierten Branche selbst die Geschäfte und führte den Konzern seitdem selbst durch die größten Turbulenzen, so wie auch in den vergangenen Monaten: Wie bekannt wurde, plant der Autozulieferer allein am Standort Herzogenaurach über 1000 Arbeitsplätze zu streichen. Andere Standorte sollen geschlossen, verlagert oder verkauft werden.  © Schaeffler

Zu Beginn des Jahres 2021 hat Adidas die 48 Jahre alte Britin Amanda Rajkumar als Personalvorständin in die Chefetage geholt. Der Posten war nach dem Rücktritt der Britin Karen Parkin frei geworden, nachdem diese wegen einer Äußerung über die Rassismus-Debatte in den USA in die Kritik geraten war. Ihre Nachfolgerin Rajkumar erwarb ihren Bachelor of Science am Goldsmiths College der London University, Großbritannien, bevor sie ihre berufliche Laufbahn bei der Londoner Personalberatung JM Management begann.
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Adidas: Amanda Rajkumar

Zu Beginn des Jahres 2021 hat Adidas die 48 Jahre alte Britin Amanda Rajkumar als Personalvorständin in die Chefetage geholt. Der Posten war nach dem Rücktritt der Britin Karen Parkin frei geworden, nachdem diese wegen einer Äußerung über die Rassismus-Debatte in den USA in die Kritik geraten war. Ihre Nachfolgerin Rajkumar erwarb ihren Bachelor of Science am Goldsmiths College der London University, Großbritannien, bevor sie ihre berufliche Laufbahn bei der Londoner Personalberatung JM Management begann. © Raymond Mair/adidas

Seit Ende 2019 verstärkt Christiane Schönefeld den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit. Schönefeld, die auf 33 Jahre Erfahrung in Arbeitsagenturen zurückblickt, gilt als führungsstark und durchsetzungsfähig. Ihr Studium der Rechtswissenschaften machte sie in Köln, bevor sie zur Bundesagentur wechselte. 
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Bundesagentur für Arbeit: Christiane Schönefeld

Seit Ende 2019 verstärkt Christiane Schönefeld den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit. Schönefeld, die auf 33 Jahre Erfahrung in Arbeitsagenturen zurückblickt, gilt als führungsstark und durchsetzungsfähig. Ihr Studium der Rechtswissenschaften machte sie in Köln, bevor sie zur Bundesagentur wechselte.  © Frauke Schumann

Die 1978 geborene Weigel startete 2019 als Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin bei der N-Ergie. Sie ist dort unter anderem für Personal- und Sozialfragen verantwortlich. Bereits seit 2013 war sie stellvertretende Personalleiterin bei der N-Ergie und seit 2018 in der gleichen Funktion zusätzlich bei den Städtischen Werken Nürnberg sowie bei der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft tätig. 
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N-Ergie: Magdalena Weigel

Die 1978 geborene Weigel startete 2019 als Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin bei der N-Ergie. Sie ist dort unter anderem für Personal- und Sozialfragen verantwortlich. Bereits seit 2013 war sie stellvertretende Personalleiterin bei der N-Ergie und seit 2018 in der gleichen Funktion zusätzlich bei den Städtischen Werken Nürnberg sowie bei der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft tätig.