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Werden Bahnfahrer bei Verspätung bald automatisch entschädigt?

SPD und Verbraucherschützer wollen Rechte der Reisenden stärken - 24.10.2020 14:54 Uhr

Wer mal wieder einen Bummelzug erwischt hat, soll künftig automatisch für die Verspätung entschädigt werden - das fordern Verbraucherschützer und Sozialdemokraten.

24.10.2020 © Matthias Bein, dpa


Bei Verspätungen sollten Bahnkunden und Flugreisende automatisch entschädigt werden, fordern SPD und Verbraucherschützer. "Wir halten automatische Vertragsentschädigungen für sinnvoll", sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, dem "Handelsblatt". "Dabei könnte mit den einfach gelagerten Fällen begonnen werden, etwa wenn Tickets online gebucht wurden und dem Anbieter so schon alle für die Entschädigung nötigen Daten vorliegen."


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Auch Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller sieht Handlungsbedarf. "Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die Flugunternehmen verbraucherfreundlich, zeitnah und online-basiert entschädigen", sagte der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) dem Blatt. Die automatisierte Ticketerstattung müsse durchgängig funktionieren.

Kommen die "smart contracts"?

Bundesverbraucherministerin Christine Lambrecht (SPD) müsse - wie im Koalitionsvertrag angekündigt - die Einführung einer automatisierten Entschädigung im Rahmen von sogenannten smart contracts einführen.

CDU, CSU und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag 2018 darauf verständig, Verbrauchern "die Rechtsdurchsetzung durch Digitalisierung, insbesondere bei smart contracts" zu erleichtern: "Deshalb werden wir die Entwicklung der automatischen Vertragsentschädigung fördern und rechtssicher gestalten."

dpa

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