Donnerstag, 06.05.2021

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Zwei Toptalente der TSV-1860-Ringer beim Bundes-Lehrgang

Die Weißenburger Kaderathleten Erik Vinkovics und Simon Hilpert, beide 14, waren in Heidelberg dabei - 09.04.2021 17:09 Uhr

Besonderes Erlebnis: Beim Lehrgang am Bundesjugendstützpunkt in Heidelberg hatte Simon Hilpert (re.) – ebenso wie sein Weißenburger Vereinskollege Erik Vinkovics – die Gelegenheit zu einem Treffen mit Weltklasse-Ringer Frank Stäbler.

08.04.2021 © Foto: Privat


Die Toptalente Erik Vinkovics und Simon Hilpert gehören dem bayerischen Landeskader an und dürfen dadurch regelmäßig am Stützpunkt in Nürnberg trainieren. Mehr noch: Vor Kurzem waren sie auch zu einem einwöchigen Lehrgang am Bundesjugendstützpunkt in Heidelberg eingeladen. Die Leitung hatte Bundesnachwuchstrainer Maik Bullmann (Spitzname "Bulle"). Er ist mehrfacher Welt- und Europameister, war 1992 Olympia-Sieger und holte 1996 olympisches Bronze.

"Beide Ringer waren von dem Trainingslager sehr begeistert und nahmen neben einem Muskelkater zahlreiche Erkenntnisse und neue Erfahrungen mit nach Hause", berichtet der Weißenburger Trainer Thomas Hitz.

Aktuell wiegt Erik etwa 50 kg, Simon bringt 58 kg auf die Waage. Beide Kämpfer sind Jahrgang 2006 und damit (noch) 14 Jahre alt. Heuer sind sie bereits für die Weißenburger Männerstaffel startberechtigt. "Wir freuen uns, die beiden Nachwuchstalente in dieser Saison bei der Seniorenmannschaft aufnehmen zu dürfen und sind gespannt, wie sie sich hierbei schlagen werden", unterstreicht Hitz.

Vorm Training zum Schnelltest

Klar ist, dass Erik und Simon sehr viel Talent mitbringen und den zahlreichen Topringern, die der TSV 1860 schon hervorgebracht hat, eindrucksvoll nacheifern. Derzeit trainieren sie zweimal die Woche in Nürnberg beim bayerischen Landesstützpunkt. Das Training hält Landestrainer Matthias Fornoff ab. Trainiert wird in festen Gruppen, wobei vor den Einheiten jeweils Corona-Schnelltests durchgeführt werden. Die beiden TSV-Ringer haben sich inzwischen auf den griechisch-römischen Stil spezialisiert; eine Teilnahme an Turnieren im freien Stil ist somit von Verbandsseite nicht mehr erwünscht.

Zeitgleich zum jüngsten Lehrgang in Heidelberg trainierte dort auch die Nationalmannschaft der Männer für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio. So gab es auch ein Treffen samt Erinnerungs-Fotos mit Frank Stäbler. Er ist bereits dreifacher Weltmeister im griechisch-römischen Stil (2015, 2017 und 2018) und versucht heuer seine Karriere mit einer Olympiamedaille zu krönen.

Gehört dem Kader des Deutschen Ringerbundes an: Erik Vinkovics mit Bundestrainer, Olympiasieger sowie Welt- und Europameister Maik Bullmann.

08.04.2021 © Foto: Privat


 Erik Vinkovics hat seinen ersten offiziellen Kampf auf der Ringermatte im April 2012 mit fünf Jahren bestritten und traf dabei auf seinen Vereinskameraden Friedrich Hüttmeyer. Im Januar 2013 feierte Erik bei seiner ersten Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft in Weißenburg einen dritten Platz und holte sich Ende des gleichen Jahres im November beim Turnier in München Ost seinen ersten Turniersieg. Im Jahr 2014 wurde er erstmals doppelter Bezirksmeister in der Klasse bis 25 Kilogramm.

Spätestens ab 2017 ging es für Erik Vinkovics Schlag auf Schlag: Zunächst wurde er Bayerischer Vizemeister (Freistil), dann folgte 2018 der bayerische Titel im griechisch-römischen Stil und 2019 das Double mit der Bayerischen Meisterschaft in beiden Stilarten. 2019 holte Erik auch seinen bislang größten Erfolg mit Platz eins und der damit verbundenen Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend B bis 38 kg in Hösbach.

Seit März im Bundeskader

Zuletzt verbuchte Erik im Jahr 2020 Rang zwei in Bayern (griechisch-römisch bis 44 kg) und wurde im März 2021 in den Nachwuchskader des Deutschen Ringerbundes aufgenommen. Zusätzlich zu all dem hat der junge Raitenbucher bei Bezirksmeisterschaften bereits sechs Titel und sechs zweite Plätze in seiner Bilanz stehen. Hinzu kommen insgesamt 35 Turnierteilnahmen mit nicht weniger als 14 ersten Plätzen.

Auch Simon Hilpert kann schon in jungen Jahren beeindruckende Erfolge vorweisen. Der Dettenheimer hat 2016 seinen ersten bayerischen Meistertitel gefeiert und zwar in der griechisch-römischen Variante. 2017 schaffte er dann Platz eins auf Landesebene im freien Stil und 2018 durfte er in beiden Stilarten den Landestitel bejubeln. 2019 wiederholte Simon dieses Double-Kunststück.

Einen Riesenerfolg verbuchte er zudem bei der Deutschen Meisterschaft im Jahr 2018 mit Rang drei und somit Bronze in der Jugend B. Im gleichen Jahr war Simon auch international auf der Matte und schaffte bei den Aarhus Open in Dänemark den hervorragenden zweiten Platz. Aktuell ist er Mitglied im bayerischen Landeskader.

Der TSV 1860 will die beiden Talente weiter fördern, hofft auf eine möglichst baldige Rückkehr in den Trainings- und Wettkampfbetrieb sowie auf weitere Erfolge für Simon und Erik – aber auch für die anderen Athleten aus der familiären Weißenburger Ringerabteilung.

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