Barrierefrei: Landkreis fordert Umbau des Bahnhofs
Dieses wurde in der jüngsten Sitzung von der bayerischen Staatsregierung beschlossen. Im Zuge dessen verkündet man, dass mit Hilfe dieses Programms zwischen 2019 und 2021 Barrierefreiheit an zwölf Bahnhöfen hergestellt werden soll. Die Aufzählung umfasst die Fertigstellung der Stationen Freilassing, Kaufering, Abensberg, Ansbach, Pleinfeld, Rottendorf, Donauwörth und Kempten sowie die Planung der Stationen Amberg, Kronach, Pegnitz und Hauptbahnhof Fürth. In zwei Pilotprojekten in Bodenmais und in Neuendettelsau werden sogenannte "Kamelbuckel", also Teilerhöhungen von Bahnsteigen, getestet.
Zusätzlich wurde zugesichert, den barrierefreien Umbau des Bahnhofs in Cham planen zu lassen. Und wo der Landkreis, fragt die Abgeordnete der Freien Wähler aus Uehlfeld-Voggendorf. Vor allem in der Kurstadt gebe es großen Bedarf für einen barrierefreien Bahnhofsausbau, den , so Gabi Schmidt, parteiübergreifend alle in der Vergangenheit gefordert hatten. "Bad Windsheim soll ja bald ein Zentrum des Gesundheits-Tourismus werden, dabei kommt man als Mensch mit Handicap ohne Hilfe noch nicht mal vom Bahnsteig zum Bahnhofsvorplatz."
Dringender Bedarf notiert
Bei dieser Gelegenheit müsse auch das Bahnhofsgebäude ordentlich ertüchtigt werden, schließlich "ist der Bahnhof für Touristen wie eine Visitenkarte der Stadt." Um zu erfahren, ob die Liste der Staatsregierung abschließend ist und ob andere Bahnhöfe demzufolge keine Aussicht auf einen schnellen barrierefreien Ausbau haben, hat Schmidt eine Anfrage an das zuständige Ministerium gestellt. Darin erkundigt sich die Abgeordnete im Speziellen ausdrücklich auch nach den Chancen für Bad Windsheim.
"Ministerpräsident Seehofer hat versprochen, den gesamten öffentlichen Raum bis zum Jahr 2023 barrierefrei zu machen. Ich hoffe, beim kurzfristigen Bahnhofsausbau ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." In der jüngsten Bürgerversammlung hatte Neustadts Erster Bürgermeister Klaus Meier zum wiederholten Mal bauliche Maßnahmen am Bahnhof der Kreisstadt gefordert, dessen Barrieren die Anreise von Gästen mit körperlichen Handicaps des Ehrenamtsempfanges der SPD-Landtagsfraktion mit der Bahn ausgeschlossen hatten. Harry Scheuenstuhl und seine mittelfränkischen Landtagskollegen notierten den dringenden Bedarf.
VGN-Gebiet mit fünf Bahnhöfen vertreten
Bei der Union stellt man sich indes auf den Standpunkt, dass Versäumnisse beim barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen im Kreis – in dem es auch gute Beispiele gebe – nicht dem Staat angelastet werden könnten. Dafür sei die Bahn zuständig, stimmten Bundesminister Christian Schmidt und der Landtagsabgeordnete Hans Herold bei der Jahresanschlusskonferenz überein. Der Zweckverband Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN) begrüßt das zwischen dem Freistaat und der DB AG vereinbarte "Bayerische Aktionsprogramm für barrierefreie Stationsinfrastruktur 2021".
Das so genannte Bayern-Paket II enthalte zwölf wichtige Bahnhöfe in Bayern. Davon sollen acht im Zeitraum zwischen 2019 und 2021 barrierefrei ausgebaut und vier weitere bis zur Baureife geplant werden. Das Gebiet des VGN ist mit fünf Bahnhöfen im Aktionsprogramm vertreten. Der Vorsitzende des ZVGN, Landrat Armin Kroder, und die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel sehen den Einsatz des ZVGN für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen im Aktionsprogramm bestätigt und danken der Staatsregierung für deren Engagement und die geleistete Finanzierungszusage.
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