Witziger Wald wanderte vor das Volksbad

26.10.2011, 07:57 Uhr
Friedrich Popp (links) brachte einen kleinen Kastanienbaum im Topf mit, Monika König (Dritte von rechts) aus Schwabach führte eine „Maulbeerbaum“-Performance auf und Cornelia Hammerer erschien vor dem Volksbad als lebende Thujahecke (re.).

Friedrich Popp (links) brachte einen kleinen Kastanienbaum im Topf mit, Monika König (Dritte von rechts) aus Schwabach führte eine „Maulbeerbaum“-Performance auf und Cornelia Hammerer erschien vor dem Volksbad als lebende Thujahecke (re.). © Ralf Rödel

Die Idee hatte der Ortsverband Gostenhof von Bündnis 90/Die Grünen. „Aus dem Stadtteil verschwinden nach und nach die Bäume, also machen wir unseren Wald fantasievoll selber“, erklärt Cornelia Hammerer, Sprecherin der Gostenhofer Atelier- und Werkstatttage, die auch den Rahmen für die ungewöhnliche Begrünungsaktion vor dem abendlichen Volksbad abgaben. „Auslöser war die illegale Fällung von fünf Birken in der Mittleren Kanalstraße in diesem Jahr“, ergänzt Hammerer. Und dann staunt sie, mit welch ausgefallenen Ideen die Bewerber um den „1.Gostenhofer Kunstbaum Award“ antreten.

Da gibt es gestrickte Mini-Bäume zu bewundern. Künstler Willi Wiesner vertritt die Auffassung, dass sein Projekt „Wannenburg“, hinter dem sich mobile, bepflanzte Badewannen verbergen, den Stadtteil aufpeppen könnte. Eine Teilnehmerin kommt extra aus Schwabach und zeigt ihre „Maulbeerbaum“-Performance.

Die Jury, bestehend aus Grünen, einer Fotokünstlerin und einem Historiker, hält das mit riesigen Ästen dekorierte, benutzbare Fahrrad von Grünen-Ortsverbandschef Paul Müller für den Hit. Gefolgt von Cornelia Hammerer als wandelnde Thujahecke und einem liebevoll gestalteten Wald aus Zinnfiguren.

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