Romantische Route rund um den Rosenfriedhof

2.8.2008, 00:00 Uhr

© Bachmann

Betritt man den Rosenfriedhof, so wird man von einem roten Blütenmeer und goldbemalten schmucken Eisenkreuzen empfangen. Der Farbenrausch der Rosen und das leuchtende Gold der Kreuze umschmeicheln unsere Sinne und lässt uns die Vergänglichkeit des Lebens eher poetisch sehen.

Die Idee und die Gestaltung des Friedhofs gingen von dem Dietkirchener Pfarrer Johannes Baptist Weis (1889–1977) aus. Er hatte im Jahre 1933, als eine Friedhofserweiterung anstand, die Idee, zukünftig keine Grabsteine, sondern alte handgeschmiedete Kreuze aufzustellen. Alle Gräber sollten mit Kalksteinen, die man auf den umliegenden Feldern gefunden hatte, eingefasst werden. Der unermüdlichen Sammelwut des Pfarrers Weis ist es zu verdanken, dass er von nah und fern, aus halb verfallenen Scheunen und aus Abfallhaufen die schmiedeeisernen Kunstwerke retten konnte.

170 Kreuze stehen heute auf dem Friedhof. Die Gräber werden im Frühjahr einheitlich mit Tulpen und im Sommer mit roten Rosen bepflanzt. Die einheitlichen Gräber sollen ausdrücken, dass wir vor Gott alle gleich sind. Die Rosenbepflanzungen stellen das lebendige Sinnbild der ewigen Liebe Gottes dar. Vielleicht war der Pfarrer ja ein Rosenkreuzer? Natürlich sollte man auch einen Blick in die Pfarrkirche St. Stephanus werfen. In ihr befindet sich als Prunkstück ein barocker Hochaltar.

Nach der Friedhofsbesichtigung starten wir in Dietkirchen zu einer kurzen Rundwanderung von ungefähr neun Kilometern. In Dietkirchen besteht Parkmöglichkeit direkt vor der Kirche. Nach Verlassen des Friedhofs folgen wir dem Schild Hilzhofen wenige Meter auf der Straße. Am Ortsende vor dem letzten Haus verlassen wir nach links die Straße. Dann streifen wir rechts noch Stallungen des Bauernhofes und steuern geradeaus durch Feld und Fluren.

Vom Kreuz zum Windrad

Gerade noch beeindruckten uns die altertümlichen Kreuze. jetzt tritt die Moderne in all ihrer Hässlichkeit ins Blickfeld: in Gestalt Windrädern, die der Stromerzeugung dienen. Nach kurzer Zeit biegen wir scharf rechts ab und setzen auf einem Schotterweg unsere Wanderung fort. Der Ort Hilzhofen baut sich vor unseren Augen auf und dahinter in Sichtweite grüßt uns, auf einem Hügel stehend, das sakrale Juwel der Wallfahrtskirche Habsberg. Hilzhofen nicht aus den Augen lassend, stoßen wir in einigen Minuten auf eine Autostraße. Dort biegen wir rechts ab und lenken unsere Schritte auf der linken Straßenseite Hilzhofen entgegen.

In Kürze gelangen wir in den Ort und treffen genau auf den Eingang des Gasthofes Meier. Hier können wir für unser leibliches Wohl sorgen, der Gasthof bietet Gaumenfreuden. Hilzhofen ist ein Mekka für Golffreunde, die hier in herrlicher Landschaft ihren ruhigen Sport betreiben.

Nachdem wir uns gestärkt haben, verlassen wir das Gelände des Gasthofes über den Parkplatz durch das Tor. Danach schwenken wir gleich rechts ab, auf der Straße laufend. Nach wenigen Metern geht es im Ort links ab und nach wenigen Schritten schwenken wir nach rechts auf ein Quersträßlein, Hilzhofen verlassend. Wir streifen unmittelbar linker Hand einen Golfplatz. Anschließend setzen wir unseren Weg leicht bergauf fort und gelangen in wenigen Minuten in den Wald. Nach kurzem Fußmarsch verlassen wir den Waldschirm und unser Blick richtet sich auf die Ortschaft Giggling, auf einer Anhöhe liegend. Wir wandern stur auf unseren Weg weiter, der nun in einen Schotterweg übergegangen ist.

Später mündet von rechts ein Weg in unseren, wir laufen jedoch geradezu in einem schönen Talgrund weiter. Nachfolgend streifen wir rechter Hand einige kleine Weiher und in Kürze erreichen wir die Ortschaft Eschertshofen.

Von hier marschieren wir ein Stück auf der Straße bergauf Richtung Hilzhofen. In Kürze stoßen wir rechter Hand wieder an den von Dietkirchen kommenden Weg. Auf diesem uns bekannten Weg wandern wir wieder zurück nach Dietkirchen und beschließen die Wanderrunde.

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