Ein Freizeitangebot für alle Generationen

12.4.2011, 07:04 Uhr

„Die Zeiten, wo wir überzeugt waren, dass wir wissen, was für die Menschen gut und richtig ist, sind vorbei“, sagte Ulrich Fitzthum. Der neue Leiter des Wasserwirtschaftsamts warb gestern auf einer Pressekonferenz zusammen mit Umweltreferent Peter Pluschke, Annette Gröschner, Vorsitzende des Bürgervereins Jobst-Erlenstegen, und Wolfgang Köhler, Geschichtsverein Mögeldorf, für eine rege Bürgerbeteiligung. Bei der Umgestaltung der Pegnitz zwischen Nürnberg und Fürth habe die Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaftsamt und Bürgervereinen schon einmal sehr gut geklappt. Wichtig sei aber, so Fitzthum, dass nicht jahrelang geredet werde: „Man muss weitermachen, sonst verliert man an Vertrauen.“

Der 1980 fertiggestellte Wöhrder See muss modernisiert werden, weil er zunehmend verlandet und die Wasserqualität unter dem starken Algenbewuchs leidet, die NZ berichtete. Bayerns Umweltminister Markus Söder stellt zehn Millionen Euro zur Verfügung, um den Freizeitwert des Sees, die Wasserqualität und das Umfeld bis 2014 zu verbessern. Im März hatte das Wasserwirtschaftsamt dazu Vorschläge gemacht. Fitzthum und Pluschke werden sich in den nächsten Tagen zusammensetzen und abklären, für welche Maßnahmen ein wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden muss. Mit der Pflege des Sees oder des Uferbereichs könne jedenfalls sofort begonnen werden. Bis zum Herbst werden Ideen zusammengetragen und bis Sommer 2012 soll das Planfeststellungsverfahren für die größeren Teile der Umgestaltung des Wöhrder Sees abgeschlossen sein. Laut Pluschke werde überlegt, ob auch das Radwegenetz im Umfeld des Wöhrder Sees verbessert werden könne. Auch CSU-Stadtrat Marcus König fordert ein Vekehrskonzept für den neuen Wöhrder See.

Gröschner hat in ihrem Bürgerverein ein Umfrage zur Umgestaltung gemacht. Unter den rund 100 Antworten war keine, die sich für eine Verlandung des Wöhrder Sees ausgesprochen hat. „Es sollen Angebote für alle Generationen gemacht werden, nicht zu modern und keine Schicki-MickiStrandbar“, so Gröschner. Köhler freute sich darauf, dass nach Jahren der Verlandung die Chance besteht, eine Verbesserung zu bekommen: „Es muss auch einen besseren Blick auf das Wasser zu geben.“ Bislang habe das Wasserwirtschaftsamt vor allem Zustimmung für seine Vorschläge bekommen, so Fitzthum: „Es herrscht der Wunsch vor, dass wirklich etwas geschieht.“

Die Informationsveranstaltung zum Wöhrder See findet am Freitag, den 15. April, um 18.30 Uhr, in der Aula der Thusneldaschule, Thusneldastraße 5, statt. 

 

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