Heute wollen wir hoch hinaus

19.6.2010, 00:00 Uhr
Ein schlichtes, aber imposantes Eisenkreuz krönt den Felsriegel bei Hubmersberg.

© Bachmann Ein schlichtes, aber imposantes Eisenkreuz krönt den Felsriegel bei Hubmersberg.

Dort wird der Wanderer „nur“ mit einer schönen Aussicht belohnt. Östlich oberhalb von Hubmersberg befindet sich ein Felsriegel, auf dessen Gipfel in 586 Metern Höhe ein imposantes Eisenkreuz steht. Zum Gipfel des Kreuzberges wollen wir bei einer Rundwanderung von ungefähr zwölf Kilometern einen Abstecher machen. Vom Bahnhof Pommelsbrunn gehen wir die Bahnhofstraße entlang, überqueren den Högenbach und stoßen an die Hauptstraße. Beim Straßenteiler überqueren wir sie vorsichtig und schwenken auf der anderen Straßenseite gleich links ab. Nach wenigen Metern erreichen wir die Amselstraße und marschieren auf ihr, der Gelbkreuz-Markierung folgend, bergauf bis zum Wegweiser „Ruine Lichtenstein“ linker Hand. Hier gehen wir die Treppen hoch und biegen links ab. Nach wenigen Metern am Hausende schwenken wir dann nach rechts ab und streben dem Wald zu.

Herrlicher Ausblick aufs Hersbrucker Land

Nun nehmen wir einen lauschigen Waldpfad unter die Sohlen und mühen uns in Serpentinen bergauf bis zur Ruine Lichtenstein. Der Berg hat uns ordentlich auf Temperatur gebracht, aber die letzten Treppen zur Ruine schaffen wir noch. Dort genießen wir die herrliche Aussicht ins Hersbrucker Land. Die Burg Lichtenstein entstand im 13. Jahrhundert, erster Besitzer war Henricus de Lichtenstein. Das Raubritternest der Lichtensteiner, die ihren Lebensunterhalt aus Überfällen bestritten, war den „Pfeffersäcken“ ein Dorn im Auge. Deshalb wurde die Burg 1325 von den Nürnbergern zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde die Wehranlage 1330 pfälzisches Lehen und 1353 ging die Burg an den Böhmenkönig Karl IV. Die Burg wurde noch einmal zerstört und dann nicht mehr aufgebaut. 1806 übernahm der bayerische Staat die Ruine, 1851 erwarb sie der Freiherr Ebner von Eschenbach. Nach der Verschnaufpause bei der Ruine setzen wir unsere Wanderung auf einem schönen Waldweg fort und folgen weiter der Markierung Gelbkreuz.

Blick auf Hubmersberg


Nach wenigen Kilometern lichtet sich der Wald und der Blick auf Hubmersberg wird frei. In Hubmersberg lenken wir unsere Schritte vom Parkplatz des Gasthauses durch ein Gatter und folgen der Markierung Grünstrich des Fränkischen Albvereins an einem Zaun entlang. Nach wenigen Minuten nimmt uns der Wald auf. Nun geht es steil bergauf. Nach einigen Kurven des Waldweges erreichen wir etwas außer Puste den Sattel des Kreuzberges. Nachdem wir uns erholt haben, steigen wir mit der Markierung K1 oder K2 dem Kreuzberg aufs Dach. Um die letzten Meter zu bewältigen, müssen wir am Fels noch Hand anlegen und einige Klettergriffe anwenden. Dann haben wir es geschafft, uns empfängt das schlichte, aber auch monumentale Eisenkreuz. Stolz auf unsere Leistung genießen wir die Aussicht.

Hinab zum Sattel


Wir steigen wieder ab zum Sattel. Dann geht es nach links auf einem Waldweg mit Grünstrich-Markierung bergab-bergauf. Nach wenigen Kilometern lichtet sich der Wald. Nun streifen wir rechter Hand eine Scheune, die Markierung leitet uns noch durch ein kurzes Waldstück. Schließlich erreichen wir das Dorf Heuchling. Danach marschieren wir ein Stück auf der Dorfstraße Richtung Pommelsbrunn. Am Ortsende verlassen wir das Sträßlein nach links Richtung Deinsdorf. Wir folgen nun der Markierung Gelbkreuz und nach wenigen Minuten begeben wir uns rechts ab auf einen Feldweg, der dem Waldrand zustrebt. Nachdem wir in den Wald eingetaucht sind, mühen wir uns auf einem Waldweg leicht ansteigend den Berg hoch. Nach kurzer Zeit verlassen wir den Waldschirm und in wenigen Minuten nähern wir uns dem Ort Appelsberg. Gelbkreuz ist weiter unser Richtungszeichen, das uns nun sehr steil bergab nach Pommelsbrunn leitet, wo wir die Wanderung beenden.