Nürnberg: „Wir brauchen den S-Bahn-Verschwenk“

4.10.2010, 22:00 Uhr

© Wolfgang Händel

Dieser Verschwenk ist derzeit die Grundlage der Planung, für die es auch eine Genehmigung gibt. Fürth lehnt diese Änderung der bestehenden Strecke seit Jahren ab, weil sie eine Verschlechterung für die Bürgerinnen und Bürger in Vach ist und teurer käme als der Bau entlang der bestehendenb Strecke Richtung Erlangen.

„Wir wollen das Gebiet Schmalau-Ost zu einem attraktiven Gewerbegebiet ausbauen. Dafür ist der S-Bahn-Verschwenk wichtig“, sagt hingegen Fleck. Einer Klage gegen die neue Linienführung, wie sie die Fürther derzeit planen, räumt der Wirtschaftsreferent wenig Chancen auf Erfolg ein. Die Entwicklung des 34 Hektar großen Gewerbegebiets Schmalau Ost sei notwendig, weil Nürnberg derzeit keine Anfragen nach Gewerbeflächen in einer Größenordnung von drei bis vier Hektar mehr befriedigen kann, so Fleck. Neue Straßen für die Erschließung des Gebiets würden nicht benötigt.

In den vergangenen Monaten hatten die Fürther gefordert, dass Nürnberg sich am Straßenbau auf Fürther Stadtgebiet beteiligen sollen. „Es gibt keinen Anlass für ein Vorleistung“, stellte Fleck fest. Nachdem keine Logistik-Betriebe in der Schmalau angesiedelt würden, reiche die vorhandene Erschließung aus. Der erste Betrieb, der sich in Schmalau-Ost ansiedeln werde, stehe mit dem Bonbonhersteller Soldan schon fest. Soldan, die NZ berichtete, will auf fünf Hektar eine völlig neue Fabrik und einen Show-Room bauen.

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