Kaffee: So vielfältig ist die schwarze Bohne

27.1.2019, 08:00 Uhr
Ein Tag ohne Kaffee? Für viele kaum vorstellbar. Am wenigsten wohl für einen Kaffeetester (auf dem Bild zu sehen im Hause Lavazza). Der koffeinhaltige Muntermacher begleitet die Menschheit bereits seit Jahrhunderten. Seit diesen frühen Tagen hat sich nicht nur die Zubereitung vervielfältigt, auch die Reihe an Geschmackskombinationen wird immer bunter.
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Würziger Duft, aufmunternde Wirkung: Die kleine, schwarze Bohne ist in vielen Kulturen zu Hause. Die Zubereitung ist allerdings sehr unterschiedlich.
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Vor der Zubereitung müssen die roten, kirschenähnlichen Früchte des Kaffeestrauchs geschält und geröstet werden (im Bild zu sehen). Nicht vom Strauch, sondern aus dem Katzendarm kommt jedoch die weltweit teuerste Bohne. Die auf den Philippinen lebenden Tiere fressen die frischen Früchte, verdauen sie, und scheiden sie wieder aus. Die Früchte bekommen durch den Verdauungsvorgang einen besonderen Geschmack. Danach werden die Bohnen...
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...gemahlen. Kaffemühlen wie die charmanten Exemplare im Bild, sind technologisch mittlerweile überholt, haben aber für Liebhaber trotz allem ihren Wert. Ist das Böhnchen erst einmal zu Pulver geworden, kommt die Technik ins Spiel.
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Frau Melitta Bentz aus Dresden hatte bereits im Jahr 1908 eine revolutionäre Idee. Statt den gemahlenen Kaffee mit Wasser aufzubrühen, durchlöcherte sie den Boden eines Topfes, legte ein Löschpapier aus den Schulheften ihrer Kinder hinein und füllte den Kaffee oben ein: Der Melitta-Filter war geboren.
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Während sich der Filterkaffee vor allem in Deutschland durchsetzte und lange Zeit die Küchen beherrschte, griffen andere Länder mit anderen Sitten zu anderen Mitteln. In Italien setze sich das wohlbekannte, silberne kleine Kännchen durch, das aus Kaffee den
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Obwohl die Kännchen sich später zu großen Maschinen mit externen Siebträger entwickelten, das Prinzip, den Kaffee mit Wasserdampf in die Tassen zu pressen, war ganz anders als das Filtersystem.
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In der Türkei, in Griechenland und den Balkanländern haben sich längst sämtliche Kaffeevarianten eingeschlichen - traditionell wird hier aber der Mokka getrunken: Feingemahlen wird der Kaffe in einer speziellen Stielkanne mit Wasser und Zucker aufgekocht - und mit dem Satz getrunken. Um ihn weniger bitter zu machen, wird oft Kardamom oder Zimt hinzugefügt. Hier servieren Frauen in Bosnien den fertigen Mokka.
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Eine neue Variante scheint die Kaffeetrinker mit dem Spielzeugtrieb zu locken: Statt Filter gibt es mittlerweile auch Kaffeepads oder Kaffeekapseln (im Bild). Doch hier ist Hand anlegen beim Kaffeekochen eigentlich überflüssig geworden.
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Ganz anders in Äthiopien: Im Herkunftsland des Kaffees werden die zerstoßenen Bohnen zusammen mit Wasser und Zucker in einem Tonkrug gekocht, und in kleinen Schalen serviert. Eine Frau aus Äthiopien präsentiert auf der Internationalen Tourismusbörse 2012 in Berlin die traditionelle Zubereitung. Hierzulande jedoch macht die technische Entwicklung auch vor dem Traditionsgetränk nicht halt: Ein Knopfdruck...
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... und die schwarze Flüssigkeit rinnt in die Tasse - oder das Glas. Weder mahlen, noch portionieren, noch Milch schäumen - alles läuft bei den Vollautomaten von selbst. Das bedeutet aber auch für den Trinker: Kein Fühlen, kein Riechen, weniger Erleben - ein kleines Alltagsritual bricht weg. Dafür findet der Kaffeetrinker...
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Kaffee, eigentlich ein Genuss, geriet für einen Streitschlichter zur schmerzvollen Brühe.
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... Cappucino...
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... Eiskaffee, ob mit oder ohne Sahne...
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... Latte Macchiato. Neben Espressochino reicht die Auswahl außerdem von Frozen Coffee bis hin zu Wiener Mélange - die verschiedenen Sirupzusätze nicht mitgezählt.
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Außerdem gibt Kaffee immer öfter den Geschmackston anderer Lebensmittel an: Pralinen, Eiscreme, Schokolade, Brotaufstriche sind nur einige Beispiele. Trotz aller Entwicklungen und Technik: Kaffee schmeckt den meisten am besten in Gesellschaft. Der Genuss des schwarzen Getränks ist und bleibt ein soziales Ritual - trotz To Go und Automaten. Damals...
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© Kurt Röhrig

... wie heute: Allein schmeckt er nur halb so gut. Stimmt's, Jogi? Übrigens...
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... weltweit einzigartig nennt das junge Berliner Unternehmen Kaffee Toro seine Kaffeemaschine, mit der grüne, naturbelassene Kaffeebohnen nach eigenem Geschmack geröstet, gemahlen und gebrüht werden können.
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© Kaffee Toro

Immer mehr Menschen trinken ihren Kaffee auch nicht mehr in klassichen Cafés, sondern in
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Immer mehr Menschen trinken ihren Kaffee auch nicht mehr in klassichen Cafés, sondern in "Coffeeshops" wie Starbucks. © dpa