U-Bahn soll nach Stein fahren

9.7.2010, 00:00 Uhr
U-Bahn soll  nach Stein  fahren

© Wilhelm Bauer

Mit dem Nahverkehrsentwicklungsplan (NEP) soll das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs verbessert werden. Die Gutachter-Gruppe um Krug soll aufgrund des Nutzerverhaltens Verbesserungsvorschläge machen. Im Verkehrsausschuss ging es gestern darum, welche Linienführungen nicht weiter verfolgt werden, weil sie entweder für die Nutzer verkehrlich nicht sinnvoll sind und sie sich deshalb nicht rechnen, oder aber schon bestehende Verbindungen durch einen Parallelverkehr leiden.

Krug gab folgende Empfehlungen ab: Nein zur Straßenbahnführung durch die Marienstraße, Pirckheimerstraße und von Am Wegfeld zum Flughafen. Dagegen soll die nördliche Altstadtquerung mit zwei Straßenbahnlinien am Rathaus vorbei geprüft werden. Große Nachfragepotenziale besitzen offenbar auch die Straßenbahnen nach Zabo, Reutles, Erlangen und Fischbach. Auch die Straßenbahnanbindung der Ohm-Hochschule sowie die U-Bahnanbindung des Süd-Klinikums über das VAG-Betriebsgelände wird geprüft. Während Krug eine U-Bahn nach Zirndorf oder Oberasbach verkehrlich nicht als sinnvoll einstufte, kam die U-Bahn nach Eibach und Stein sehr gut weg.

Steins Bürgermeister Kurt Krömer hält den Weiterbau der U2 für die einzige Möglichkeit, das Verkehrsproblem B14 zu lösen: „Der Verkehr wird in Stein langsam unerträglich, und Straßenbau ist nicht möglich.“ Krömer plädierte deshalb für den Weiterbau der U2 bis in den Südwesten von Stein. Der NEP soll Ende 2011 abgeschlossen sein.

Neben der Altstadtquerung, um eine Durchgangslinie für die Straßenbahn zu bekommen, wird auch eine Unterpflaster-Straßenbahn in der Südstadt geprüft. Alle Straßenbahnlinien sollen mit der Innenstadt verknüpft werden. Jürgen Fischer von der SPD bedauerte, dass er einige „Lieblingsprojekte“ abschreiben muss. OB Ulrich Maly forderte von den Stadträten keine „Lieblingsprojekte weiter zu schleppen“. Man könne Planfälle nicht nach dem Wünsch-Dir-was-Prinzip hochhalten. „Wir brauchen endlich eine rationale Entscheidungsgrundlage“, so der OB. CSU-Stadtrat Michael Reindl regte an, die Straßenbahn nach Zabo über eine Durchgangslinie vom Dutzendteich zum Tiergarten zu realisieren. CSU-Stadtrat Konrad Schuh wies daraufhin, dass die Altstadtquerung sehr umstritten sei. Christine Seer von den Grünen hielt eine Unterpflasterbahn für nicht finanzierbar.

 

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