Abheben seit 1955: Die Geschichte des Nürnberger Flughafens

8.8.2018, 18:29 Uhr
1955 wurde der Nürnberger Flughafen als erster neugebauter Verkehrsflughafen der Bundesrepublik im Knoblauchsland nördlich der Stadt eröffnet. Seitdem wuchs der Strom der Reisenden kontinuierlich – und der Flughafen mit ihm. 

Abheben konnten die Menschen aus dem Großraum allerdings schon früher — seit 1919 diente der einstige Militärlandeplatz in Fürth-Atzenhof als Flugplatz, ehe er vom Flughafen Marienberg abgelöst wur­de — dem ersten Airport auf Nürnber­ger Grund. Auf dem Bild tauft der hiesige Aero-Club eine Maschine auf den Namen «Nürnberg».
1 / 14

1955 wurde der Nürnberger Flughafen als erster neugebauter Verkehrsflughafen der Bundesrepublik im Knoblauchsland nördlich der Stadt eröffnet. Seitdem wuchs der Strom der Reisenden kontinuierlich – und der Flughafen mit ihm. Abheben konnten die Menschen aus dem Großraum allerdings schon früher — seit 1919 diente der einstige Militärlandeplatz in Fürth-Atzenhof als Flugplatz, ehe er vom Flughafen Marienberg abgelöst wur­de — dem ersten Airport auf Nürnber­ger Grund. Auf dem Bild tauft der hiesige Aero-Club eine Maschine auf den Namen «Nürnberg». © NN-Archiv

Schon zu Beginn der 1960er Jahre wurde der Flughafen erweitert. Die Startbahn wuchs von 1900 auf 2300 Meter und war Ende des Jahrzehnts bereits 2,7 km lang. Dabei blieb es bis heute. 

1963 wurde erstmals Mallorca angeflogen. Anders als heute musste man noch zu Fuß zur Maschine.
2 / 14

Schon zu Beginn der 1960er Jahre wurde der Flughafen erweitert. Die Startbahn wuchs von 1900 auf 2300 Meter und war Ende des Jahrzehnts bereits 2,7 km lang. Dabei blieb es bis heute. 1963 wurde erstmals Mallorca angeflogen. Anders als heute musste man noch zu Fuß zur Maschine. © NN-Archiv

November 1967: Mit Pauken und Trompeten wird eine Großflugzeughalle eingeweiht, die mehr als drei Millionen Mark gekostet hat. Ein origineller Schleppzug im Gewand der alten Adler-Lokomotive bringt den ersten Gast, eine Boeing 727 der Lufthansa, in die neue Herberge.
3 / 14

November 1967: Mit Pauken und Trompeten wird eine Großflugzeughalle eingeweiht, die mehr als drei Millionen Mark gekostet hat. Ein origineller Schleppzug im Gewand der alten Adler-Lokomotive bringt den ersten Gast, eine Boeing 727 der Lufthansa, in die neue Herberge. © Gerardi

PanAm trifft auf fränkisches Knoblauchsland. Richtig viel los war auf dem eher beschaulichen Flugplatz selten — von vier Wochen im Jahr 1969 abgesehen. Damals wurde die Startbahn in Mün­chen- Riem saniert und Nürnberg diente als Ausweich-Airport — drei Wochen lang vervierfachte sich die Zahl der Flugbewegungen.

Diese Schafsherde zeigt sich relativ unbeeindruckt vom geschäftigen Alltag. 

In den 70ern zählte der Flughafen über 700.000 Fluggäste pro Jahr. Zum Vergleich: 1960 waren es noch 100.000.
4 / 14

PanAm trifft auf fränkisches Knoblauchsland. Richtig viel los war auf dem eher beschaulichen Flugplatz selten — von vier Wochen im Jahr 1969 abgesehen. Damals wurde die Startbahn in Mün­chen- Riem saniert und Nürnberg diente als Ausweich-Airport — drei Wochen lang vervierfachte sich die Zahl der Flugbewegungen. Diese Schafsherde zeigt sich relativ unbeeindruckt vom geschäftigen Alltag. In den 70ern zählte der Flughafen über 700.000 Fluggäste pro Jahr. Zum Vergleich: 1960 waren es noch 100.000. © Kögler

1986 pilgerten 22.000 Schaulustige an den Airport, war doch mit einer Concorde ein alles andere als alltäglicher Fluggast zu bewundern.
5 / 14

1986 pilgerten 22.000 Schaulustige an den Airport, war doch mit einer Concorde ein alles andere als alltäglicher Fluggast zu bewundern. © Matejka

In den 1980er Jahren kamen viele Neuerungen hinzu, die wohl einschneidendste: der Neubau des Terminals.

Der Neubau löste das in die Jahre gekommene und mittlerweile viel zu kleine alte Terminal ab. Kaffee-Trinken am Rollfeld war nun nicht mehr möglich. 1992 wurde die Erweiterung des Westflügels abgeschlossen.
6 / 14

In den 1980er Jahren kamen viele Neuerungen hinzu, die wohl einschneidendste: der Neubau des Terminals. Der Neubau löste das in die Jahre gekommene und mittlerweile viel zu kleine alte Terminal ab. Kaffee-Trinken am Rollfeld war nun nicht mehr möglich. 1992 wurde die Erweiterung des Westflügels abgeschlossen. © Weigert

Bequem in den Urlaub – seit der Streckenverlängerung 1999 verkehrt die U2 direkt zum Flughafen. Reisende und Beschäftigte können in zwölf Minuten vom Hauptbahnhof zum Airport fahren — eine konkurrenz­los gute ÖPNV-Anbindung unter bun­desdeutschen Flughäfen.
7 / 14

Bequem in den Urlaub – seit der Streckenverlängerung 1999 verkehrt die U2 direkt zum Flughafen. Reisende und Beschäftigte können in zwölf Minuten vom Hauptbahnhof zum Airport fahren — eine konkurrenz­los gute ÖPNV-Anbindung unter bun­desdeutschen Flughäfen. © dpa

Neue Parkhäuser wurden gebaut, um dem stetig wachsenden Besucherstrom (2003: 3,3 Mio.) gerecht zu werden. Hier eine imposante Aufnahme von 2008. In diesem Jahr nutzten insgesamt 4,274 Millionen Reisende den Flughafen.
8 / 14

Neue Parkhäuser wurden gebaut, um dem stetig wachsenden Besucherstrom (2003: 3,3 Mio.) gerecht zu werden. Hier eine imposante Aufnahme von 2008. In diesem Jahr nutzten insgesamt 4,274 Millionen Reisende den Flughafen. © Flughafen Nürnberg

Der Airport, eine ständige Baustelle. Die Start- und Landebahn wurde in einem Großprojekt bis 2015 saniert, ebenfalls die Zufahrtsstraße zum Flughafen.
9 / 14

Der Airport, eine ständige Baustelle. Die Start- und Landebahn wurde in einem Großprojekt bis 2015 saniert, ebenfalls die Zufahrtsstraße zum Flughafen. © Flughafen Nürnberg

Einen besonderen Einschnitt am Airport, stellte der Sparkurs von Air-Berlin dar. Der Konzern strich 2012 zahlreiche Verbindungen in Nürnberg.
10 / 14

Einen besonderen Einschnitt am Airport, stellte der Sparkurs von Air-Berlin dar. Der Konzern strich 2012 zahlreiche Verbindungen in Nürnberg. © Flughafen Nürnberg

Die Rettungshubschrauber Christoph 27 und Christoph haben am Nürnberger Airport ihren Heimatstützpunkt.
11 / 14

Die Rettungshubschrauber Christoph 27 und Christoph haben am Nürnberger Airport ihren Heimatstützpunkt. © DRF

Eine Maschine mit 234 Passagieren musste 2013 in Nürnberg notlanden, nachdem sich Rauch im Cockpit entwickelt hatte.
12 / 14

Eine Maschine mit 234 Passagieren musste 2013 in Nürnberg notlanden, nachdem sich Rauch im Cockpit entwickelt hatte. © ToMa-Fotografie

Am 25. Juli 2014 wurde entschieden, dass der Airport Nürnberg nach dem berühmtesten Sohn der Stadt umbenannt werden soll. Der Flughafen heißt seitdem
13 / 14
Albrecht Dürer Airport Nürnberg

Am 25. Juli 2014 wurde entschieden, dass der Airport Nürnberg nach dem berühmtesten Sohn der Stadt umbenannt werden soll. Der Flughafen heißt seitdem "Albrecht Dürer Airport Nürnberg". © Archiv

Finanzminister Markus Söder und Flughafengeschäftsführer Michael Hupe stellten im Dezember 2014 das Logo des Albrecht Dürer Airport Nürnberg vor.
14 / 14
Markus Söder und Michael Hupe bei der Vorstellung des Logos

Finanzminister Markus Söder und Flughafengeschäftsführer Michael Hupe stellten im Dezember 2014 das Logo des Albrecht Dürer Airport Nürnberg vor. © News5 /Grundmann