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TSV Buch: Alles etwas anders

Landesliga Nordost

Der Modus der Landesliga ist neu und auch der TSV Buch wird mit einem veränderten Gesicht in die neue Spielzeit starten. Trainer Manuel Bergmüller ist aber optimistisch, die wegbrechenden Stützen ersetzen zu können.

Ein Bild, das es so nicht mehr geben wird: Yannick Scholz (Mitte) verlässt den TSV Buch genauso wie Marco Flora (rechts), Philipp Schindler (links) hört auf. 

 / © Sportfoto Zink

Die Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth läuft mitten durch Gemüsefelder. Einen guten Kilometer vom Sportplatz des TSV Buch entfernt kündet ein Schild in Höfles an, dass man schon bald den Fürther Teil des Knoblauchslandes betritt. Ein paar Straßen und fünf Kilometer weiter liegt das Gelände des FSV Stadeln. Die sportlichen Vergleiche zwischen beiden Vereinen waren zuletzt immer stimmungsvoll, es ging ja nicht nur um drei Punkte, sondern auch ums Prestige.

Wenn die Landesliga Nordost Ende Juli nach langer Pause in eine neue Saison startet, wird es keine Derbys zwischen Buch und Stadeln mehr geben – obwohl beide Klubs in derselben Liga spielen. Wie bitte? Schuld ist, wie immer in den vergangenen 15 Monaten, das Coronavirus. Zehn von 19 Vereinen stimmten unlängst dafür, die Saison 21/22 nach einem alternativen Modell auszuspielen.

Demnach wird die Liga in zwei Vorrundengruppen (Nord und Süd) unterteilt, die vom 24. Juli bis zum 20. November in einer Vor- und Rückrunde spielen. Die vier Erstplatzierten jeder Gruppe, also insgesamt acht Vereine, kommen in die Meisterrunde und spielen dort die Aufsteiger aus. Die Teams ab Platz fünf kämpfen dagegen in einer Qualifikationsrunde gegen den Abstieg.

Die Verantwortlichen des TSV Buch um Trainer Manuel Bergmüller stimmten für das alternative Modell – obwohl es deshalb in den kommenden Monaten keine Derbys gegen Stadeln und Vach geben wird. "Es tut natürlich weh, dass wir auf Spiele verzichten müssen, zu denen man zu Fuß gehen kann", sagt Trainer Bergmüller, "aber wir waren der Auffassung, dass eine reguläre Saison mit 38 Spielen nur schwer zu realisieren sein wird. Denn Corona wird uns wohl noch länger beschäftigen."

Mehrere Stützen brechen weg

Irgendwo, so Bergmüller, müsse man einen Strich ziehen – jetzt geht er eben mitten durch das Knoblauchsland. Sportlich spannend wird die Vorrunde trotzdem, es warten ja unter anderem Schwabach, Kornburg und Aufsteiger Türkspor auf eine Bucher Mannschaft, deren Gesicht sich doch sehr verändern wird.

In Philip Lang und Philipp Schindler haben zwei langjährige Stützen aufgehört, Yannick Scholz spielt künftig in der Regionalliga für den FC Memmingen, der junge Marco Flora wechselt nach Schwabach. Bange ist Bergmüller trotzdem nicht, auch wenn er weiß, dass jeder einzelne dieser Akteure enorm fehlen wird. "Die Lücke ist groß, aber wir werden sie füllen", verspricht der Trainer, der vor knapp zehn Tagen mit seiner Mannschaft nach monatelanger Pause wieder ins Training eingestiegen ist. "Wichtig ist", sagt Bergmüller, "dass wir endlich wieder Fußball spielen dürfen."

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