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Freitag, 24.05.2019

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Andreas Straßner: Sieger in Rio und weltweit Vierter

Pleinfelder trumpfte mit einer Topleistung unter 120.000 Teilnehmern auf - 11.05.2019 08:00 Uhr

Willkommene Erfrischung: Andreas Straßner musste angesichts der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit einiges an Strapazen aushalten. Am Ende gewann er jedoch das „Wings for Life“-Rennen in Rio de Janeiro und wurde weltweit Vierter. © Foto: Wings for life


Der heimische Topläufer Andreas Straßner hat im fernen Rio de Janeiro einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis gestellt. In der brasilianischen Metropole startete er beim dortigen "Wings for Life"-Rennen und lief im tropischen Klima auf Platz eins und damit zum Tagessieg. Dabei schaffte er eine Strecke von 61,25 Kilometern.

Bei dem weltweit ausgetragenen Benefizlauf bedeutete das für den in Pleinfeld wohnenden Straßner den ausgezeichneten vierten Rang in der globalen Wertung und den ersten Rang in der Altersklasse M40, in die er heuer gerutscht ist.

1,1 Millionen Kilometer gelaufen

Platz eins in Rio, Rang vier international – die Dimension dieses außergewöhnlichen Erfolges und dieser Leistung wird anhand einiger Zahlen noch deutlicher: So waren heuer insgesamt 120.000 Teilnehmer auf allen Kontinenten am Start. Zusammen legten sie 1,1 Millionen Kilometer zurück und erliefen dadurch 3,5 Millionen Euro an Start- und Spendengeldern für die Wings-for-Life-Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittslähmung heilbar zu machen.

Rennen fanden zeitgleich in zwölf Städten – neben Rio unter anderem in Wien, Melbourne und Pretoria – statt. Man konnte aber auch überall vor seiner Haustür teilnehmen. Eine App machte es möglich. Unterm Strich schafften nur der Russe Ivan Motorin (in Izmir, 64,3 km) sowie die beiden Deutschen David Schönherr und Florian Neuschwandner (62,6 bzw. 61,5 km, beide in München) eine längere Distanz als Straßner.

Catcher Car fängt die Läufer

Das Prinzip des Rennens ist ebenfalls außergewöhnlich, denn eigentlich geht es darum, der Letzte zu sein. Es ist nämlich ein sogenanntes Catcher Car mit standardisierter Geschwindigkeit unterwegs. Das Auto sammelt nach und nach die Läuferinnen und Läufer ein. Wer am längsten durchhält und als Letzter eingeholt wird, ist der Sieger.

Im vergangenen Jahr hatte Andreas Straßner bereits den Münchner Wettbewerb gewonnen. Damals schaffte er 76,7 Kilometer und war weltweit an Nummer zwei notiert – heuer hätte diese Distanz den klaren Sieg bedeutet. Doch diesmal zog es Straßner zusammen mit seiner Lebensgefährtin Julia Galuschka ins heiße Rio, wo sie im Trikot des RegulatProTeam unter deutlich schwierigeren klimatischen Bedingungen starteten.

Julia Galuschka hielt sich ebenfalls stark, wurde nach 35,75 Kilometer vom Catcher Car abgefangen und kam auf Platz fünf bei den Frauen. Nachdem sie sich von ihren Magenproblemen erholt hatte, unterstützte sie "Strassi" im weiteren Rennverlauf. Für beide war Rio ein "unglaubliches Erlebnis" – nicht nur wegen des Laufes, sondern auch durch das ganze Drumherum. 

UWE MÜHLING

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