Samstag, 07.12.2019

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BAM Altmühlfranken verzeichnet guten Zulauf

In Treuchtlingen, Gunzenhausen und Weißenburg kamen Schüler und Betriebe ins Gespräch - 24.11.2019 15:16 Uhr

Marcus Bauer, der Ausbildungsleiter der Schreinerei der Jugendwerkstatt Langenaltheim, erklärt den Jugendlichen anhand von praktischen Übungen, was sie künftig in ihrer Ausbildung erwarten würde. © Micha Schneider


  "So langsam füllt es sich", sagte Baum – und hatte damit Recht. Zahlreiche Schüler nutzten die Möglichkeit, um sich an den insgesamt 18 Ständen in der Kurstadt zu informieren. Im ganzen Landkreis waren sogar fast 100 Aussteller an Bord, die sich an 99 Messeständen präsentieren und für über 130 Ausbildungsberufe werben.

"Wir hoffen, dass alle Seiten – sowohl die Betriebe, als auch die Schüler aller Schularten, gute und nützliche Gespräche führen können und sich vielleicht sogar erste Praktika oder gar Ausbildungsverträge anbahnen", sagte Gerhard Wägemann, der Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Neben der Treuchtlinger Stadthalle würden die unterschiedlichsten Betriebe auch in der Karmeliterkirche und der Schranne in Weißenburg sowie in der Stadthalle Gunzenhausen zu finden sein. Doch nicht nur die Quantität sei wichtig, entscheidend sei es, dass auch die Qualität beeindrucke, so Wägemann. Dass man sich beschnuppere und dann auch zueinander finde. "Es ist ganz allgemein zu beobachten, dass die Betriebe viel Mühe und Zeit investieren, um die Berufe der Region lebendig darzustellen", sagte Wägemann.

Von der Lehre bis zum Studium

Um auch die Schüler der Gymnasien mit Informationen zu versorgen, fand dieses Jahr zum fünften Mal das Programm für Abiturienten statt, das in den angrenzenden Räumen der Gaststätte der Treuchtlinger Stadthalle, angeboten wurde. Dort konnte man sich mit Berufserfahrenen und Studierenden aus den Bereichen Wirtschaft & Recht, Gesundheit & Soziales und MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft & Technik unterhalten.

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Berufsausbildungsmesse Altmühlfranken "BAM": Eröffnung in Treuchtlingen

Schnuppern und Kontakte knüpfen: Die Berufsausbildungsmesse Altmühlfranken wurde am Samstag in Treuchtlingen eröffnet. Schüler haben dort die Möglichkeit, sich über verschiedene Ausbildungen und Berufe zu informieren.


Darüber hinaus informierte das "Netzwerk Duales Studium" an einem Gemeinschaftsstand über die Möglichkeiten, regional zu studieren oder nach dem Studium wieder zurück in den Landkreis zu kommen. Hochschulen aus der Umgebung präsentierten dort ihre Angebote.

Am Standort Treuchtlingen gab es zudem den "M + E-Info-Truck", wo alle gut aufgehoben waren, die sich für Metall- und Elektroberufe interessieren. Im Außenbereich kann man dort verschiedenste Maschinen direkt ausprobierten.

Mehr Einpendler wären schön

Auch Bürgermeister Werner Baum freute sich über den regen Zuspruch der "Berufsausbildungsmesse Altmühlfranken". Das Stadtoberhaupt räumte ein, dass man gerade bei den Einpendler-Zahlen "noch gewisses Potenzial nach oben" habe. Diese würden laut den Zahlen des Bayerischen Landesamt für Statistik bei 21 Prozent liegen, während die Auspendlerzahlen bei 33 Prozent liegen. "Wir haben den Ansatz den jungen Leuten zu zeigen, was hier geleistet werden kann", so Baum.

Ob nun am Stand der Firma Alfmeier, bei den Stadtwerken, der Rummelsberger Diakonie, am Stand der Norma oder der Bäckerei Schmidt – es war die ganze Bandbreite der Ausbildungsberufe vertreten und Flyer mit nützlichen Informationen konnten sich die Teilnehmer natürlich auch mit nach Hause nehmen.

Die Firma Alfmeier war eines von insgesamt 18 Unternehmen, die sich in Treuchtlingen vorstellten. Im gesamten Landkreis waren 99 Messestände vertreten. © Micha Schneider


Eine Win-Win-Situation, denn auch die Betriebe profitieren von der Messe. "Wir sind immer bereit Praktika anzubieten", sagte Thomas Hofbeck vom AWO-Kreisverband Mittelfranken Süd. "Wir suchen immer wieder Auszubildende in der Altenpflege und der Heilerziehungspflege". Aktuell gebe es leider sehr wenig Nachfrage über den Bundesfreiwilligendienst und dem Freiwilligen Sozialen Jahr – so etwas sei aber oft der Einstieg in einen sozialen Beruf. Natürlich sei auch der Verdienst im Vergleich zu einem Beruf in der Wirtschaft unattraktiver, "aber dafür bieten wir einen Beruf in einem anderen Arbeitsumfeld. Wo man mit Menschen arbeitet und nicht nur mit Dingen." An Informationen für die Schüler wird es jedenfalls auch an diesem Stand nicht gemangelt haben – und wer weiß, vielleicht war ja schon am Samstag jemand dabei, dem genau solch ein Berufsfeld entspricht.

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