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Da hilft nur beten: Volker Heißmann in der Kirche

Komiker aus Fürth als Gastprediger in Röthenbach - Karriere begann in Gemeinde - 15.09.2014 09:46 Uhr

Volker Heißmann ist als Teil des Duos Waltraud und Mariechen, manchmal aber auch in der Kirche aktiv.

© Sichelstiel


Den Fürther Volker Heißmann kennt jeder Franke als Teil des Duos Waltraud und Mariechen, das er zusammen mit seinem Bühnenpartner Martin Rassau bildet. 1997 gelang den beiden Komikern mit einem Auftritt bei der inzwischen legendären Fernsehsendung "Fastnacht in Franken" der Durchbruch.

Was der durchschnittliche Zuschauer nicht über Heißmann weiß: Dieser ist aktiv im Kirchenvorstand seiner Heimatgemeinde St. Paul. Heißmanns Predigt war Teil des Jubiläumsjahrs in Heilig Kreuz - die Kirche wurde vor einem Jahrhundert geweiht -, und sie hatte eine ganz persönliche Note.

Der Komiker erzählte von seiner engen Beziehung zur Kirche, die schon früh begann, mit Kindergottesdiensten, der Zeit im kirchlichen Kindergarten und natürlich dem Krippenspiel. Heißmann: "Ich war jeden Tag im Gemeindehaus." Selbst seine Karriere startete er dort - mit der "Marcel-und-Volker-Show", einem bunten Abend, den er zusammen mit Marcel Gasde präsentierte.

Zuerst, so Heißmann, seien 40 Leute im Publikum gesessen, dann 120, schließlich 200. Er weiß auch, wem er das alles zu verdanken hat: "Der liebe Gott hat mir die Wortgewandheit geschenkt", aber nicht nur das, sondern auch, wie der Franke sagt, "a bläid‘s G‘sicht".

"In der Kirche bin ich für mich, da bin ich zuhause", sagt der Komiker. Und natürlich könne man auch in der Kirche lachen. Frei nach Martin Luther: "Wo der Glaube ist, da ist auch Lachen." Heißmann jedenfalls hat der Humor durch manches Tief geholfen. Als sein Vater gestorben sei, da habe er die abendlichen Vorstellungen in der Fürther Comödie gebraucht, bekannte er, denn "das Lachen gibt auch uns oben auf der Bühne Kraft".

Dass er nicht nur witzig ist, sondern auch gut singen kann, musste Heißmann dann auf Anregung einer Gottesdienstbesucherin beweisen. Mit seinem markanten Bariton trug er "Von guten Mächten wunderbar geborgen vor".

as (Pegnitz Zeitung)

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