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Die 1. Regionalliga wird auf 17 Teams aufgestockt

Nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Gefahr geht es für den VfL Treuchtlingen - 19.05.2020 09:29 Uhr

Luca Wörrlein war in der vergangenen Saison mit 19,4 Punkten pro Spiel der Topscorer bei den VfL-Baskets, zudem war er zweitbester Rebounder (9,5 pro Spiel) der gesamten 1. Regionalliga, die für die kommende Spielzeit auf 17 Teams anwächst. © Foto: Uwe Mühling


Bislang waren es 14 Teams, die in der vierthöchsten Basketball-Liga gespielt haben. Nach dem corona-bedingten Abbruch der Saison 2019/2020 und der Klärung der Anwartschaften für die nächste Spielzeit 2020/2021 hat der für die 1. Regionalliga Südost zuständige Sportreferent Robert Daumann nunmehr 17 Vereine mit Teilnahmerecht auf der Liste stehen. Wer jetzt noch zurückzieht, wird automatisch ans Tabellenende gesetzt und erhält eine satte Ordnungsstrafe.

Ohne Longhorns und Hellenen

Nicht mehr dabei sein werden die Longhorns Herzogenaurach und der BC Hellenen München, die beide aus personellen Gründen zurückgezogen haben und weiter unten neu starten werden. Der designierte Meister hapa Ansbach, der grundsätzlich die Aufstiegschance gehabt hätte, bleibt der Liga erhalten, weil die (finanziellen) Hürden für den Sprung in den 2. Bundesliga ProB einfach zu hoch waren.

Des Weiteren gehören wie bisher der VfL Treuchtlingen, TSV Breitengüßbach, FC Bayern München III, TTL Bamberg, MTSV Schwabing, Culture City Weimar/Jena II, Baskets Vilsbiburg, BG Leitershofen/Stadtbergen, Regnitztal Baskets, TuS Bad Aibling und SB DJK Rosenheim zur 1. Regio.

Ergänzt wird dieses Feld durch die Würzburg Baskets Akademie und die Baunach Young Pikes, die ihre Teams aus der 2. Bundesliga ProB zurückgezogen haben und nun eine Etage tiefer starten wollen. Für die Würzburger Bundesliga-Reserve ist seit Dezember 2018 auch der Ex-Treuchtlinger Tim Eisenberger am Ball.

Neben den beiden "Absteigern" aus der ProB sind auch drei Aufsteiger aus den 2. Regionalligen eingeplant: der TSV Unterhaching aus der Südgruppe sowie die beiden Nord-Titelanwärter TV Goldbach und TG Veitshöchheim. Macht summa summarum die eingangs genannte Zahl von 17 Mannschaften.

Das bedeutet natürlich auch einen deutlich umfangreicheren Wettkampfbetrieb. Statt bislang 26 Spieltagen werden nun 34 nötig sein (wobei ein Team immer spielfrei ist). Man kann davon ausgehen, dass an den Wochenenden teilweise Doppelspieltage nötig sind (Freitagabend sowie Samstag oder Sonntag), was durch weite Fahrten – die Teams kommen aus Franken, Ober- und Niederbayern, Schwaben und Thüringen – erschwert wird. Ob der bisherige, gewohnte Saisonstart Ende September gehalten werden kann, wird sich in den kommenden Wochen beziehungsweise Monaten zeigen und hängt maßgeblich von der weiteren Corona-Entwicklung ab.

Der stellvertretende Abteilungsleiter der VfL-Baskets, Josef Ferschl, geht davon aus, dass auf jeden Fall das Saisonende ausgedehnt werden muss. Bislang war immer kurz vor Ostern Ende, in der Saison 2020/2021 dürfte Pfingsten der Schlusspunkt werden. Details zum Spielsystem und zu (vorläufigen) Zeitplänen wollte Sportreferent Robert Daumann gestern Abend bei einer Video- und Telefonkonferenz mit den Vereinsvertretern besprechen. Das große Fragezeichen wegen Corona wird vorerst aber weiter bleiben.

"Spannend" ist aus Sicht von Josef Ferschl auch, wie es sich in puncto Sponsoren und in personeller Hinsicht bei den Teams entwickeln wird. Viele Vereine haben in den vergangenen Jahren auf (ausländische) Profis gesetzt. Ob dieser Trend weitergeht, wird sich nach der Zwangspause zeigen. Beim VfL steht hingegen jetzt schon fest, dass man weiterhin auf das Amateur- und Nachwuchskonzept unter der Regie von Cheftrainer Stephan Harlander setzt.

Geht die VfL-Zweite runter?

Noch offen ist bei den Treuchtlinger Korbjägern derweil, wo die zweite Herrenmannschaft künftig spielen wird. Hier ist trotz eines Mittelfeldplatzes in der Bayernliga Mitte (Siebter mit neun Siegen und zehn Niederlagen) der Rückzug in die Bezirksoberliga ein Thema. Im Hinblick auf die Entwicklung in der Jugendarbeit könnte dies für den VfL ein Vorteil sein, zumal altersbedingt auch mehrere Akteure nicht mehr parallel in der ersten und zweiten Mannschaft eingesetzt werden dürfen.

Die Entscheidung über die "Zweite" ist noch nicht gefallen. Fest steht hingegen, dass die Treuchtlinger U16 nächste Saison nicht mehr in der Bayernliga antreten wird. Beim Abbruch Mitte März hatten die VfL-Talente in der Südgruppe als Aufsteiger den fünften Platz belegt (sechs Siege, sieben Niederlagen). Viele Spieler wechseln jetzt jedoch zum nächsten Jahrgang, der U18, und werden zum Teil auch bei den Herren II zum Einsatz kommen. Die vergangene Saison auf dem Topniveau in der Bayernliga war für den VfL-Nachwuchs "ein Zuckerl", wie es Josef Ferschl formuliert. Im kommenden Spieljahr werde das Potenzial nicht für diese Eliteliga ausreichen.

UWE MÜHLING

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