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Erfolg der jüngsten Roßtaler Nachwuchspolitiker

Vorreiter in Mittelfranken: Grundschule erhält Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ - 30.12.2014 05:51 Uhr

„Schule ohne Rassismus“: Bilder und Plakate zum Thema hatten die Roßtaler Grundschüler unter anderem gemalt und präsentierten diese bei der Feier zur Übergabe der Urkunde. © Foto: Matthias Glaser


Am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nehmen bundesweit bislang rund 1500 Schulen teil. Ziel ist es, Toleranz und Integration im Alltag zu fördern und den Mut, gegen Diskriminierung und Rassismus einzutreten, zu wecken.

Damit eine neue Schule aufgenommen wird, müssen mindestens 70 Prozent aller Schüler, Lehrer und sonstigen Beteiligten eine Selbstverpflichtung für diese Ziele unterschreiben. Immerhin 300 Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien sind auch in Bayern schon Teil des Toleranz-Projekts, 73 davon in Mittelfranken. Nur Grundschulen gibt es darunter – wohl altersbedingt – noch kaum. Bundesweit sind es gerade einmal zehn. „Die Grundschule Roßtal ist in ganz Mittelfranken nun die erste reine Grundschule, die diesen Titel bekommt“, würdigte der Bezirksjugendring-Vorsitzende und „Schule ohne Rassismus“-Regionalkoordinator Bertram Höfer darum die besondere Leistung. Er war zur Urkundenübergabe in der Schul-Aula nach Roßtal gekommen.

Auch Roßtals Bürgermeister Johann Völkl und Landrat Matthias Dießl fanden lobende Worte für das Engagement der etwa 270 Erst- bis Viertklässler, die sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Thema befasst, kurze Spielszenen und Lieder einstudiert und Bilder und Plakate gemalt hatten, die sie den Gästen präsentierten.

Überzeugungsarbeit geleistet

Entstanden war die Idee im Kindermarktgemeinderat, dessen Kinder-Bürgermeister Simon auch die Schüler und Gäste zur Titelvergabe herzlich begrüßte. Tatkräftig unterstützt wurde der mit Simon elfköpfige Kinder-Rat bei seiner Überzeugungsarbeit auch von Jugendreferentin Martina Bär und Lehrerin Monika Lang: „Es war lange nicht absehbar, ob wir die 70 Prozent Unterschriften überhaupt schaffen.“

Mitgeholfen haben dabei die vier Paten des Projektes, das Saxophonquartett „Fiasco Classico“. Zur Feier des Tages begeisterten die Musiker mit einem kleinen Konzert.

Rektorin Christine Gerhardt dankte am Ende Musikern, Schülern und allen Helfern und Unterstützern. Allerdings gab sie den Jungen und Mädchen mit auf den Weg: „Ihr habt hart für den Titel ‚Schule ohne Rassismus‘ gearbeitet. Aber das war erst der Anfang. Toleranz bleibt eine Aufgabe für jeden neuen Tag.“

MATTHIAS GLASER

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