Geldregen für die Stadt

Fast zwei Millionen Euro für Nürnbergs Altstadt: Das wird dafür gebaut

28.7.2021, 18:55 Uhr
Nürnberg , am 18.08.2020..Ressort: Lokales Foto: Michael Matejka.., Kaiserburg..Blick auf die Kaiserburg ist wieder frei, Kran ist abgebaut; Stadtansicht; Altstadt; Symbol;

Nürnberg , am 18.08.2020..Ressort: Lokales Foto: Michael Matejka.., Kaiserburg..Blick auf die Kaiserburg ist wieder frei, Kran ist abgebaut; Stadtansicht; Altstadt; Symbol; © Michael Matejka

Die Folgen der Corona-Pandemie stellen die Zentren der Kommunen vor große Herausforderungen. Kontaktbeschränkungen, strenge Hygieneauflagen und die lange Schließung oder eingeschränkte Öffnungsmöglichkeiten haben dafür gesorgt, dass über einen langen Zeitraum nur wenige Menschen in die Innenstädte gekommen sind. Darunter haben vor allem Geschäfte, Gastronomen und Hotels, aber auch viele Veranstalter, Kinos und Kulturschaffende gelitten.

Schub für Innenstadt

"Wir brauchen einen Schub für die Innenstädte", betont Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, zugleich Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags. "Alleine können es die Kommunen zusammen mit den Betroffenen nicht stemmen. Daher freue ich mich über den Sonderfonds ,Innenstädte beleben‘ des Freistaats und die Förderung von neun Projekten in unserer Altstadt", sagt König.

So sieht die Verteilung aus

Die 1,9 Millionen Euro verteilen sich wie folgt: – Die geplante Neugestaltung der Luitpoldstraße wird aus dem Sonderfonds mit 500.000 Euro unterstützt. Weitere 1,5 Millionen Euro kommen zudem aus dem Bund-Länder-Programm "Sozialer Zusammenhalt". Für die Sanierung des nördlichen Marientorzwingers stellt der Freistaat Bayern 440.000 Euro zur Verfügung. Auch dieses Projekt der Stadt Nürnberg wird vom Bund-Länder-Programm "Sozialer Zusammenhalt" zusätzlich mit 1,32 Millionen Euro gefördert.

Der Innenstadtbelebungsfonds bekommt einen Zuschuss des Freistaats von 400.000 Euro. Damit gefördert werden weitere Projekte der "City-Werkstatt" sowie kleinere kulturelle und soziale Interventionen zur Belebung des Altstadtbereichs.

Ausweitung der Fußgängerzone

Unterstützt werden auch temporäre Maßnahmen in der mit 360.000 Euro aus dem Sonderfonds. Hier geht es zum Beispiel um die Ausweitung der Fußgängerzone in der Königstraße, die gerade vom Stadtrat beschlossen worden ist, und eine erste Aufwertung des Abschnitts.

Es werden aber auch vorübergehende Maßnahmen in der Bergstraße, am Albrecht-Dürer-Platz oder in der Burgstraße gefördert, die die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern sollen.

Das zeitlich begrenzte Projekt "Summerstreet Adlerstraße" erhält aus dem Förderprogramm 60.000 Euro. In diesem Straßenabschnitt können die Gastronomen ihren Außenbereich erweitern und so zusätzliche Gäste bewirten. Zugleich ist dieser Abschnitt eine verkehrsberuhigte Zone.

Mobiles Grün

Durch mobiles Grün soll der Wochenmarkt auf dem Hauptmarkt weiter aufgewertet werden. Hierfür gibt es aus dem Sonderfonds "Innenstädte beleben" 41 600 Euro.

Jeweils 40.000 Euro erhält die Stadt Nürnberg für die Einrichtung von Pop-Up-Stores und das Konzept Pop-Up-Center "Das Dürer". Bei den Pop-up-Stores geht es um leerstehende Läden in der Innenstadt, die vorübergehend durch andere Nutzer belebt werden. Bei dem Dürer-Center handelt es sich um einen dauerhaften Pop-up-Standort mit einem Betreibermodell sowie wechselnden Mieterinnen und Mietern, der sowohl Sprungbrett für die Nutzenden als auch ein neuer Magnet für die Kundschaft sein wird.

Mit 22.400 Euro wird schließlich das Projekt Zentraler Engagement-Standort unterstützt. Ein leerstehendes Ladenlokal soll zu einer Drehscheibe für bürgerschaftliches Engagement in der Altstadt entwickelt werden.

Noch mehr zu erwarten

"Die Förderung über den Sonderfonds zeigt, dass wir als Stadt Nürnberg – zum Teil auch gemeinsam mit anderen Partnern wie die Industrie- und Handelskammer sowie dem Hotel- und Gaststättenverband – schon die richtigen Maßnahmen ergreifen, um die Innenstadt zu beleben und wieder für mehr Attraktionen und Frequenz zu sorgen", sagt Oberbürgermeister Marcus König. Und er verspricht, dass es in Zukunft noch weitere Projekte geben wird.

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