Kräfte stundenlang vor Ort

Chlorgas-Austritt im Playmobil-Funpark? Verantwortliche können Entwarnung geben

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Johanna Michel

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19.5.2024, 19:44 Uhr
Aktuell sind rund 60 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren, unter anderem Zirndorf, Bayersdorf, aus Fürth Teile des Gefahrgutzuges und die Feuerwehr Weierhof vor Ort.

© NEWS5 Aktuell sind rund 60 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren, unter anderem Zirndorf, Bayersdorf, aus Fürth Teile des Gefahrgutzuges und die Feuerwehr Weierhof vor Ort.

Im Playmobil-Funpark in Zirndorf ist es am Sonntagnachmittag zu einem Großeinsatz gekommen. Wie ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage mitteilte, waren Polizei, Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz wegen des Austritts eines potenziell gefährlichen Gases vor Ort. Wie "News5" berichtet, bestand der Verdacht auf den Austritt von Chlorgas.

"Chemischer Geruch"

In dem Park hat demnach "eine Gefahrstoff-Meldeanlage" ausgeschlagen. Erste eintreffende Einsatzkräfte nahmen daraufhin tatsächlich einen "chemischen Geruch" in der Luft wahr. Ein Teil des in Windrichtung liegenden Playmobil-Park-Geländes wurde aufgrund dessen augenblicklich evakuiert. Lediglich entsprechenden Einsatzkräften war der Zutritt in die geräumten Bereiche zunächst erlaubt.

Über Stunden arbeiteten die Kräfte des Gefahrmitteltrupps der Feuerwehr unter Hochdruck daran, herauszufinden, worum es sich bei dem austretenden Gas handelte. In dem betroffenen Technikraum waren Feuerwehr-Angaben zufolge mehrere mögliche ursächliche Stoffe gelagert. "Wir versuchen jetzt mit Gasspürmessgerät und PH-Indikatoren herauszufinden, welcher der Stoffe ausgetreten ist", hieß es zum Zeitpunkt des Einsatzes. Erst dann könne man weitere Angaben machen und falls nötig entsprechende Maßnahmen einleiten, um die Chemikalie aufzunehmen oder zu neutralisieren, erklärte ein Sprecher zunächst weiter. Unter Verweis von aktuellen Medienberichten spricht vieles für Chlorgas.

Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Vor Ort waren rund 60 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren, unter anderem Zirndorf, Bayersdorf, aus Fürth Teile des Gefahrgutzuges und die Feuerwehr Weierhof. Polizei und das BRK waren ebenfalls mit über 20 Einsatzkräften vor Ort.

Der Park hatte während des Einsatzes weiter geöffnet, aber ein Teil war abgesperrt. "Damit, falls da etwas austreten sollte, den Leuten nichts passiert." Für die Bevölkerung ging - Stand jetzt - keinerlei Gefahr aus. Die bislang gemessenen Konzentrationen des potenziell gefährlichen Gases seien "nicht sehr hoch" gewesen.

Am Sonntagabend konnten Verantwortliche des Parks dann Entwarnung geben: "Feuerwehr und Sicherheitsexperten konnte keine Hinweise auf einen Chlorgas-Austritt feststellen", heißt es in einer Mitteilung. Jegliche Messungen vor Ort ergaben demnach keine auffälligen Werte. Ein geringfügiges Leck, das den Alarm ausgelöst hatte, konnte inzwischen geschlossen werden. Abgesehen von der zum Park gehörenden Tiefgarage gab es keine Sperrungen oder Verkehrsbehinderungen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.05.2024 um 19.43 Uhr aktualisiert.


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