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Dienstag, 04.08.2020

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Freifunk in Forchheim: Sie funken auch draußen

Die Aktivisten beschränken sich bei der Versorgung mit W-Lan nicht auf Innenräume. - 03.02.2020 16:09 Uhr

Steffen Winkler betreibt auf seinem Haus in Burk diese Richtfunkantenne für mobiles Internet. Sie ist an der Satellitenantenne befestigt und zur Stadtmitte ausgerichtet. © Foto: Steffen Winkler


Vor zwei Wochen hatten wir darüber berichtet, dass die Stadt eine Fördermöglichkeit der Europäischen Union anzapfen will, um mobiles Internet an mehr Stellen im Stadtgebiet als bisher kostenlos verfügbar zu machen. Konkret sollen zwei Hotspots angeschafft werden: einer fürs Königsbad und einer für den Quartierstreff des Katharinenspitals.

Die EU spendiert dafür im Rahmen eines entsprechenden Programms 15 000 Euro. Die Geräte müssen angeschafft, montiert, gewartet und mindestens drei Jahre betrieben werden.

Die GWS soll im Auftrag der Stadt tätig werden und die Stadtwerke mit der Montage und Wartung beauftragen. 50 000 Euro sollen dafür fließen, inklusive der EU-Förderung. In diesem Zusammenhang hatte Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) vor dem Planungsausschuss des Stadtrates von einer Art Arbeitsteilung gesprochen, die mit den ehrenamtlichen Aktivisten von Franken Freifunk besprochen worden sei: Die Stadt übernehme in Sachen W-Lan die Außen-, Freifunk die Innenräume, wie Gastronomie und Firmen.

Freifunker Steffen Winkler widerspricht. Eine Vereinbarung oder Absprache gebe es nicht. Auch Franken Freifunk sei in der Lage, öffentliche Räume im Außenbereich mit mobilem Internet zu versorgen.

Die Freifunker haben im Stadtgebiet inzwischen über drei Dutzend kostenlose Internetzugänge eingerichtet. Häufig in Gastronomien und Läden, aber auch am Rathausplatz unter freiem Himmel. Auch in Hallerndorf haben die Freifunker im Rahmen der Kirchweih im letzten Oktober gezeigt, dass sie größere Freiflächen mit mobilem Internet versorgen können (wir berichteten).

Die Kosten sind laut Winkler viel niedriger als bei dem EU-Projekt. Die Freifunker wollen aber nicht als Konkurrent zur Stadt auftreten. Die Stadt wiederum lässt ihre Hotspots von den (stadteigenen) Stadtwerken einrichten. Internetanbieter ist deren eigene Marke FoOne.

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