Liken, Tweeten und Gruscheln: Die Geschichte von Social Media

10.12.2020, 16:17 Uhr
"Ahhh Ohhh!" Eine neue Nachricht ist da! Kaum ein Programm hatte so einen nervtötenden Ton für Benachrichtigungen wie ICQ. Nach den ersten Foren und Boards starteten Ende der Neunziger verschiedene Messenger-Dienste damit, die Menschen zu verbinden. Von Rechner zu Rechner konnten die Menschen einfach und unkompliziert Nachrichten schicken. Und Smileys gingen auch schon! Heutzutage gibt es ICQ immer noch.
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ICQ

"Ahhh Ohhh!" Eine neue Nachricht ist da! Kaum ein Programm hatte so einen nervtötenden Ton für Benachrichtigungen wie ICQ. Nach den ersten Foren und Boards starteten Ende der Neunziger verschiedene Messenger-Dienste damit, die Menschen zu verbinden. Von Rechner zu Rechner konnten die Menschen einfach und unkompliziert Nachrichten schicken. Und Smileys gingen auch schon! Heutzutage gibt es ICQ immer noch. © Screenshot

Ende der Neunziger geht ein Beben durch die Medienlandschaft - zumindest in den USA. Zahlreiche Anbieter lassen Nutzer ihren eigenen Blog erstellen, auf dem sie Artikel und Bilder posten können. Mit verschiedenen Features lässt sich einfach und gut vernetzen. 2003 starten dann Plattformen wie Wordpress. Der Hype um Blogs kam nie so stark in Deutschland an wie in den Vereinigten Staaten oder anderen Teilen der Welt, doch bis heute haben sich auch zahlreiche deutsche Blogs etabliert. Und bereichern die Medienlandschaft mit spannenden und guten Texten.
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Blogs

Ende der Neunziger geht ein Beben durch die Medienlandschaft - zumindest in den USA. Zahlreiche Anbieter lassen Nutzer ihren eigenen Blog erstellen, auf dem sie Artikel und Bilder posten können. Mit verschiedenen Features lässt sich einfach und gut vernetzen. 2003 starten dann Plattformen wie Wordpress. Der Hype um Blogs kam nie so stark in Deutschland an wie in den Vereinigten Staaten oder anderen Teilen der Welt, doch bis heute haben sich auch zahlreiche deutsche Blogs etabliert. Und bereichern die Medienlandschaft mit spannenden und guten Texten. © Screenshot/Wordpress

Mit Myspace taucht der erste große Spieler in der Welt der sozialen Netzwerke im Jahr 2003 auf. Das Portal von Thomas Anderson bietet die Möglichkeit, ein Profil im Netz anzulegen und sich dort zu präsentieren. Nachrichtenaustausch und Kommentieren ist ebenfalls drin. Die Plattform sorgt vor allem dafür, dass sich Bands unabhängig von der Musikindustrie im Netz einrichten können. Es braucht keine Plattenfirma mehr, um seine Songs hier hochzuladen und Fans zu erreichen. Heutzutage spielt Myspace allerdings keine Rolle mehr. Für Musiker sind Bandcamp und Soundcloud komfortabler - und für Profile und Narzissmus gibt es längst bessere Plattformen im Netz.
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Myspace

Mit Myspace taucht der erste große Spieler in der Welt der sozialen Netzwerke im Jahr 2003 auf. Das Portal von Thomas Anderson bietet die Möglichkeit, ein Profil im Netz anzulegen und sich dort zu präsentieren. Nachrichtenaustausch und Kommentieren ist ebenfalls drin. Die Plattform sorgt vor allem dafür, dass sich Bands unabhängig von der Musikindustrie im Netz einrichten können. Es braucht keine Plattenfirma mehr, um seine Songs hier hochzuladen und Fans zu erreichen. Heutzutage spielt Myspace allerdings keine Rolle mehr. Für Musiker sind Bandcamp und Soundcloud komfortabler - und für Profile und Narzissmus gibt es längst bessere Plattformen im Netz. © Screenshot/Myspace

"Ich glühe härter vor, als Du feierst": 2005 entsteht der Sammelort schlechthin für Studenten im Netz. Und für alle, die es schaffen, sich eine Hochschule auszudenken oder im Anmeldefeld auszuwählen. Die Seite ähnelte zum Start sehr stark Facebook, dem sozialen Netzwerk, auf dem sich bis dahin kaum jemand aus Deutschland angemeldet hatte. Die Nutzer konnten Profile anlegen und sich in verschiedenen Gruppen anmelden, Nachrichten austauschen. Alles, was eben dazugehört. Jedoch geriet studiVZ bald in die Kritik - Gründer Dariani lud per Einladung im Nazi-Stil zu einer Party ein, der Datenschutz war nicht gewährleistet und das Geschäftsbahren und Domaingrabbing warfen kein gutes Licht auf studiVZ. Heute ist studiVZ weitesgehend von Facebook verdrängt.
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studiVZ

"Ich glühe härter vor, als Du feierst": 2005 entsteht der Sammelort schlechthin für Studenten im Netz. Und für alle, die es schaffen, sich eine Hochschule auszudenken oder im Anmeldefeld auszuwählen. Die Seite ähnelte zum Start sehr stark Facebook, dem sozialen Netzwerk, auf dem sich bis dahin kaum jemand aus Deutschland angemeldet hatte. Die Nutzer konnten Profile anlegen und sich in verschiedenen Gruppen anmelden, Nachrichten austauschen. Alles, was eben dazugehört. Jedoch geriet studiVZ bald in die Kritik - Gründer Dariani lud per Einladung im Nazi-Stil zu einer Party ein, der Datenschutz war nicht gewährleistet und das Geschäftsbahren und Domaingrabbing warfen kein gutes Licht auf studiVZ. Heute ist studiVZ weitesgehend von Facebook verdrängt. © Screenshot/StudiVZ

Ebenfalls 2005 gibt es endlich für alle Freunde der Kamera eine Plattform - YouTube! Mit wenig Aufwand lassen sich schnell Videos hochladen. Mittlerweile hat das Portal seinen eigenen Mikrokosmos geschaffen mit Stars, die ihre Fans mit Vlogs versorgen, kurzen Beiträgen, in denen die Ersteller über ihr Leben plaudern. Neben Katzenvideos setzen sich auch Unboxing-Videos als Trend durch: Leute packen Sachen aus und halten sie in die Kamera - von der DVD-Box bis zum Sammelkarten-Booster ist alles dabei. Übrigens größter fränkischer Star auf YouTube ist der Drachenlord aus Emskirchen, der eine große Fangemeinde hinter sich scharrt - und eine ebenso große Gemeinde an Leuten, die über seine Videos und seine Aktivitäten im Netz lästern. Zu unserem YouTube-Kanal geht's hier
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YouTube

Ebenfalls 2005 gibt es endlich für alle Freunde der Kamera eine Plattform - YouTube! Mit wenig Aufwand lassen sich schnell Videos hochladen. Mittlerweile hat das Portal seinen eigenen Mikrokosmos geschaffen mit Stars, die ihre Fans mit Vlogs versorgen, kurzen Beiträgen, in denen die Ersteller über ihr Leben plaudern. Neben Katzenvideos setzen sich auch Unboxing-Videos als Trend durch: Leute packen Sachen aus und halten sie in die Kamera - von der DVD-Box bis zum Sammelkarten-Booster ist alles dabei. Übrigens größter fränkischer Star auf YouTube ist der Drachenlord aus Emskirchen, der eine große Fangemeinde hinter sich scharrt - und eine ebenso große Gemeinde an Leuten, die über seine Videos und seine Aktivitäten im Netz lästern.

Zu unserem YouTube-Kanal geht's hier © Screenshot/YouTube

Die Big Mama der sozialen Netzwerke: Facebook! 1,8 Milliarden Nutzer sind pro Tag auf der Plattform von Mark Zuckerberg aktiv (2020). Das soziale Netzwerk ging bereits 2004 ans Netz, es dauerte jedoch einige Zeit, bis Facebook sich auch in Deutschland durchsetzen konnte. Mittlerweile ist es das größte und wichtigste soziale Netzwerk weltweit. Doch vor allem aufgrund des Datenschutzes und im Zusammenhang mit der Verbreitung von Falschmeldungen, sogenannten Fake News, geriet Facebook in die Kritik. Facebook übernahm 2012 Instagram und 2014 WhatsApp. Unsere Facebook-Accounts: nordbayern.de | Nürnberger Nachrichten | Nürnberger Zeitung | @Blaulicht Nürnberg
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Facebook

Die Big Mama der sozialen Netzwerke: Facebook! 1,8 Milliarden Nutzer sind pro Tag auf der Plattform von Mark Zuckerberg aktiv (2020). Das soziale Netzwerk ging bereits 2004 ans Netz, es dauerte jedoch einige Zeit, bis Facebook sich auch in Deutschland durchsetzen konnte. Mittlerweile ist es das größte und wichtigste soziale Netzwerk weltweit. Doch vor allem aufgrund des Datenschutzes und im Zusammenhang mit der Verbreitung von Falschmeldungen, sogenannten Fake News, geriet Facebook in die Kritik. Facebook übernahm 2012 Instagram und 2014 WhatsApp. Unsere Facebook-Accounts: nordbayern.de | Nürnberger Nachrichten | Nürnberger Zeitung | @Blaulicht Nürnberg © Screenshot/Facebook

Mikroblogging-Dienst oder einfach die Plattform, auf der sich alle Nutzer rumtreiben, die sich für zu schlau für Facebook halten: Anfangs gab Twitter seinen Nutzern 140 Zeichen, um sich in einem Tweet auszudrücken. Mittlerweile sind es 280 Zeichen. In der Timeline der Nutzer tauchen diese Tweets dann chronologisch auf. Der Dienst ging 2006 ans Netz. Und hat mittlerweile mit der Konkurrenz zu kämpfen. Trotzdem gehört Twitter weiterhin zu den größten und bekanntesten sozialen Netzwerken. Unsere Twitter-Adressen: @nordbayern | @NZ_Online | @NN_Online | @Blaulicht_Nürnberg
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Twitter

Mikroblogging-Dienst oder einfach die Plattform, auf der sich alle Nutzer rumtreiben, die sich für zu schlau für Facebook halten: Anfangs gab Twitter seinen Nutzern 140 Zeichen, um sich in einem Tweet auszudrücken. Mittlerweile sind es 280 Zeichen. In der Timeline der Nutzer tauchen diese Tweets dann chronologisch auf. Der Dienst ging 2006 ans Netz. Und hat mittlerweile mit der Konkurrenz zu kämpfen. Trotzdem gehört Twitter weiterhin zu den größten und bekanntesten sozialen Netzwerken.
Unsere Twitter-Adressen: @nordbayern | @NZ_Online | @NN_Online | @Blaulicht_Nürnberg © Screenshot/Twitter

2011 startete Google den Versuch, auch ein soziales Netzwerk ins Netz zu bringen. Google+ sollte eine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook werden. Im Mai 2013 war die Plattform weltweit das zweitgrößte soziale Netzwerk. Aufgrund eines Datenpanne-Skandals wurde Google+ 2019 eingestellt.
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Google+

2011 startete Google den Versuch, auch ein soziales Netzwerk ins Netz zu bringen. Google+ sollte eine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook werden. Im Mai 2013 war die Plattform weltweit das zweitgrößte soziale Netzwerk. Aufgrund eines Datenpanne-Skandals wurde Google+ 2019 eingestellt. © Screenshot/Google+

#NoFilter: Instagram ging vor sechs Jahren an den Start - eine Plattform zum Posten und Kommentieren von Fotos. Das gab es zuvor zwar bereits bei Flickr, doch Instagram lieferte gleich die passenden Bearbeitungsmöglichkeiten dazu, um selbst das verwackelste Handyfoto noch wie Kunst aussehen zu lassen. Durch verschiedene Filter lassen sich sofort bestimmte Effekte erzielen. Mittlerweile hat sich hier eine große Community gebildet. Instagram hat 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer und 500 Millionen täglich aktive Nutzer (2020). nordbayern.de finden Sie auf Instagram unter dem Namen @nordbayern - unter dem Hashtag #nordbayern_de sammeln wir die schönsten Fotos Frankens.
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Instagram

#NoFilter: Instagram ging vor sechs Jahren an den Start - eine Plattform zum Posten und Kommentieren von Fotos. Das gab es zuvor zwar bereits bei Flickr, doch Instagram lieferte gleich die passenden Bearbeitungsmöglichkeiten dazu, um selbst das verwackelste Handyfoto noch wie Kunst aussehen zu lassen. Durch verschiedene Filter lassen sich sofort bestimmte Effekte erzielen. Mittlerweile hat sich hier eine große Community gebildet. Instagram hat 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer und 500 Millionen täglich aktive Nutzer (2020).

nordbayern.de finden Sie auf Instagram unter dem Namen @nordbayern - unter dem Hashtag #nordbayern_de sammeln wir die schönsten Fotos Frankens. © Screenshot/Instagram

Auf dem Videoportal Vine können Nutzer mit ihrem Smartphone kurze Clips von wenigen Sekunden machen, die dann in Dauerschleife laufen. Wer den Sinn dahinter nicht versteht, hat noch nie ein Gif im Netz gesehen. 2012 übernahm Twitter den Online-Dienst, welcher 2017 eingestellt wurde.
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Vine

Auf dem Videoportal Vine können Nutzer mit ihrem Smartphone kurze Clips von wenigen Sekunden machen, die dann in Dauerschleife laufen. Wer den Sinn dahinter nicht versteht, hat noch nie ein Gif im Netz gesehen. 2012 übernahm Twitter den Online-Dienst, welcher 2017 eingestellt wurde. © Screenshot/Vine

"Trash-Talk-App" nennt Spiegel Online Jodel - eine App, deren Nutzer anonym Kommentare schreiben und Bilder schicken können. Jeder kann die Einträge sehen, Bilder lassen sich nicht runterladen oder speichern. Zwischen absurden Bemerkungen bis philosophischen Exkursen und Kochtipps sammelt sich hier die Essenz des Menschseins.
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Jodel

"Trash-Talk-App" nennt Spiegel Online Jodel - eine App, deren Nutzer anonym Kommentare schreiben und Bilder schicken können. Jeder kann die Einträge sehen, Bilder lassen sich nicht runterladen oder speichern. Zwischen absurden Bemerkungen bis philosophischen Exkursen und Kochtipps sammelt sich hier die Essenz des Menschseins. © Screenshot/Jodel

Die Plattform für Aussteiger und Kreative: Als Facebook im Frühjahr 2014 seine Nutzungsbestimmungen ändern wollte, war auf einmal Ello da. Aufgeräumt, abgespeckt und arty. Allerdings konnte sich die Seite nie als Alternative zu Facebook durchsetzen, trotzdem hat die Plattform bis heute Nutzer, die hier ihre Gedanken und Kunst austauschen.
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Ello

Die Plattform für Aussteiger und Kreative: Als Facebook im Frühjahr 2014 seine Nutzungsbestimmungen ändern wollte, war auf einmal Ello da. Aufgeräumt, abgespeckt und arty. Allerdings konnte sich die Seite nie als Alternative zu Facebook durchsetzen, trotzdem hat die Plattform bis heute Nutzer, die hier ihre Gedanken und Kunst austauschen. © Screenshot/Ello

Die App bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, spontane Bilder mit Freunden zu teilen, die sich nach einer bestimmten Zeit wieder selbst löschen. In Zusammenhang mit der Einführung der Story-Funktion auf Instagram 2016 und dem zunehmen Erfolg TikToks bleibt die Entwicklung von Snapchat spannend.
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Snapchat

Die App bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, spontane Bilder mit Freunden zu teilen, die sich nach einer bestimmten Zeit wieder selbst löschen. In Zusammenhang mit der Einführung der Story-Funktion auf Instagram 2016 und dem zunehmen Erfolg TikToks bleibt die Entwicklung von Snapchat spannend. © Screenshot/Snapchat

Von vielen Experten vorhergesagt, haben sich Livestreams in den sozialen Netzwerken seit einiger Zeit zu einem wichtigen Medium entwickelt. Periscope und Facebook-Live ermöglichen mittels Smartphone, direkt den eigenen Stream ins Netz zu schicken. Besonders für die Berichterstattung vor Ort haben sich diese Streams bereits als wichtiges Mittel etabliert. Und es sind bereits die ersten Plattformen und Apps dabei, das Streaming noch ansprechender zu präsentieren und für die Nutzer zu bündeln.
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Nächster Schritt: Livestreams

Von vielen Experten vorhergesagt, haben sich Livestreams in den sozialen Netzwerken seit einiger Zeit zu einem wichtigen Medium entwickelt. Periscope und Facebook-Live ermöglichen mittels Smartphone, direkt den eigenen Stream ins Netz zu schicken. Besonders für die Berichterstattung vor Ort haben sich diese Streams bereits als wichtiges Mittel etabliert. Und es sind bereits die ersten Plattformen und Apps dabei, das Streaming noch ansprechender zu präsentieren und für die Nutzer zu bündeln. © Screenshot/Periscope

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