Eine Region holt ordentlich auf

Neue Zahlen: Mittelfranken ist Bayerns Corona-Impfmeister

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 31.08.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt: Martin Müller..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Martin Müller

Redaktion Metropolregion Nürnberg und Bayern

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5.1.2022, 11:44 Uhr
Innerhalb eines Monats ist die bayerische Impfquote um genau drei Prozent auf 70,0 Prozent Anfang Januar 2022 gestiegen.

© Oliver Berg/dpa Innerhalb eines Monats ist die bayerische Impfquote um genau drei Prozent auf 70,0 Prozent Anfang Januar 2022 gestiegen.

Um 3,6 Prozent ist die Corona-Impfquote in Niederbayern seit Anfang Dezember 2021 gestiegen, Rekordwert in Bayern. Mit einem Anteil der vollständig Geimpften von 68,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung steht der Osten des Freistaats freilich noch immer schlechter da als die meisten anderen Regierungsbezirke. Zum Stichtag am 3. Januar 2022 lag die gesamtbayerische Impfquote bei 70,0 Prozent, genau drei Prozent mehr als einen Monat davor.

Oberfranken mit geringstem Zuwachs

Während die Niederbayern also zumindest ordentlich aufholen, bleibt Schwaben das weit abgeschlagene Schlusslicht und liegt nun bei 65,8 Prozent. Am anderen Ende der Rangliste findet sich Mittelfranken, das damit bayerischer Corona-Impfmeister bleibt. Dort gelten mittlerweile 73,6 Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft.

An der Spitze tummeln sich gleich alle drei fränkischen Regierungsbezirke. Auf Mittelfranken folgen Unterfranken (73,0 Prozent) und Oberfranken (72,7 Prozent), wobei letztere allerdings mit 2,9 Prozent den bayernweit geringsten Zuwachs verzeichnen konnten. Danach reihen sich die Oberpfalz (71,9 Prozent) und Oberbayern (69,0 Prozent) ein.

Anders als einige andere Bundesländer veröffentlicht Bayern keine Impfquoten für die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte. Erst nach wiederholtem Nachhaken wurden immerhin die Daten für die Bezirke veröffentlicht.

Deshalb gibt es keine Landkreis-Statistik

Die Zurückhaltung begründet sich dadurch, dass die Zahlen nur begrenzt vergleichbar sind. Bei Impfungen in Arztpraxen wird statistisch nur die Postleitzahl der Praxis erfasst, nicht die der Patienten. Wenn sich viele Menschen aus dem Umland in städtischen Praxen impfen lassen, kommt es deshalb zu Verzerrungen. Die Impfquoten der Städte erscheinen höher, die der umliegenden Landkreise niedriger als sie eigentlich sind.

Weil die räumlichen Einheiten der Regierungsbezirke so groß sind, dass sich diese Effekte zumindest weitgehend aufheben und ausgleichen, wurden schließlich zumindest diese Daten veröffentlicht.