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Ostermontag: Mit dem Radl durch den Wiesengrund

Eine acht Kilometer lange Tour rückt am Feiertag die Fürther Heilquellen in den Blick - Wiederholung am Pfingstmontag - 23.04.2011 16:00 Uhr

Station für die Radler auch an der Kapellenruh: Am Denkmal erläutert Stadtführerin Gertraud Eggemann die mit der hier errichteten Martinskapelle eng verbundene Entstehungsgeschichte Fürths. © Erich Malter


Der Aktionsradius ist gegenüber einer üblichen Führung deutlich erweitert. Die etwa acht Kilometer sind in rund zwei Stunden aber dennoch mühelos zu bewältigen. Stadtführerin Gertraud Eggemann, die lange Jahre an der Hans-Böckler-Schule Textverarbeitung unterrichtete, hat eine interessante Runde auf den Spuren der Vision von „Bad Fürth“ zusammengestellt.

1895 war man bei einer Tiefbohrung auf der Suche nach Kohle im Strengspark erstmals auf Mineralwasser gestoßen. Ein Schlag ins Wasser? Mitnichten, denn die Fürther haben es verstanden, aus dem Misserfolg eine Tugend zu machen. Als bei weiteren Bohrungen ebenfalls nur lauwarmes Mineralwasser sprudelte, wurde die Idee eines Kurbades geboren. An der heutigen Kurgartenstraße setzte man sie nach der Jahrhundertwende in die Tat um. Allerdings zerstörten die Notlagen der Weltkriege die Bäderträume

Erst vor wenigen Jahren wurde wieder daran angeknüpft, als eine neue Bohrung am Waldmannsweiher die Grundlage zur Errichtung des modernen Thermalbads Fürthermare legte.

Neben den Heilquellen erläutert Eggemann auch die Stadtgeschichte. „Ich habe mir gedacht, der Wiesengrund ist so schön, da muss man einfach mal eine Führung ausarbeiten“, erklärt sie den persönlichen Anstoß zur Fahrradtour. Vergangenes Jahr war Premiere. Wer am Ostermontag bereits verplant ist, kann die Heilquellentour auch am Pfingstmontag, 13. Juni, drehen.

 Los geht's am Kulturforum

Gestartet wird stets um 14 Uhr am Eingang des Kulturforums in der Würzburger Straße. Von hier aus geht es über die neue Uferpromenade zum Waldmannsweiher und Fürthermare. Unter der Flutbrücke hindurch wird die Kapellenruh erreicht, ein Denkmal, das an die der Legende nach von Karl dem Großen gestiftete St.-Martins-Kapelle erinnert. Weiter über den Käppnersteg steuert die Gruppe den Zusammenfluss von Rednitz und Pegnitz zur Regnitz an.

Unter der Ludwigsbrücke hindurch geht es zum Jubiläumshain an der Wolfsgrubermühle. Die Kleine Mainau und die König-Ludwig-Quelle sind weitere Stationen der mit vielen Erklärungspausen versehenen Tour. Kinder bis zwölf Jahre können in Begleitung Erwachsener kostenlos teilnehmen. Erwachsene zahlen sechs Euro, wer eine Zeitungs-Abo-Card besitzt, bekommt 20 Prozent Rabatt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer es sportlicher mag, kann sich an die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club angebotenen Touren halten. Für Ostersonntag steht eine kombinierte Bahn- und Radfahrt (33 Kilometer) zur Osterhöhle in der Oberpfalz auf dem Programm. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Südausgang des Nürnberger Hauptbahnhofs. Und am Ostermontag bietet der ADF schließlich eine 65 Kilometer lange Ausflugsfahrt nach Osternohe an. Gestartet wird um 10 Uhr am Haupteingang des Nürnberger Tiergartens. Für ADFC-Mitglieder sind die Fahrten kostenlos. Nichtmitglieder zahlen fünf Euro. Anmeldungen sind auch hier nicht erforderlich. 

di

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