Nach ersten Fällen

Affenpocken in Deutschland: Holetschek will Impfstoff bald bestellen

Svenja Strunz

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23.5.2022, 11:22 Uhr
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist für eine frühzeitige Bestellung eines Impfstoffes gegen Affenpocken. 

© Sven Hoppe/dpa/Archivbild Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist für eine frühzeitige Bestellung eines Impfstoffes gegen Affenpocken. 

In Deutschland wurden erste Infektionen mit dem Affenpockenvirus nachgewiesen. Doch auch in anderen europäischen Ländern wie Spanien, Portugal, Frankreich und Italien, gibt es bereits Fälle.

Bayern für Bestellung von Impfstoffen gegen Affenpocken

Nun hat sich der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek für Präventionsmaßnahmen ausgesprochen. Im Gespräch mit dem TV-Sender Bild teilte er mit, dass er eine frühzeitige Bestellung eines Impfstoffes für durchaus sinnvoll erachtet. "Ich glaube, es ist schon wichtig, dass wir Impfstoff jetzt auch ordern", sagte er dem Sender. Dabei sollen Kontaktpersonen von Infizierten zuerst geimpft werden. Laut Hotschek diskutiert das Robert-Koch-Institut und die Wissenschaft derzeit über "Riegelimpfungen in diesem Bereich oder auch bei Menschen, deren Immunsystem nicht so stabil ist". Es gehe dabei nur um präventive Maßnahmen und um die Frage, welche Impfstoff am besten helfen könnte. Von einer Impfpflicht ist nicht die Rede.

Weiter erklärt der Minister, dass viele Bundesländer noch Impfstoffe gegen Pocken auf Lager hätten. Jedoch sei die Frage, ob dieser noch brauchbar sei. Die Regierung in Bayern stehe bereits mit einem Unternehmen in Kontakt, das Impfstoffe produziere und in diesem Bereich forsche.

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