-2°

Samstag, 06.03.2021

|

zum Thema

Angst vor Mutation: Experten fordern Corona-Impfung für Haustiere

In Russland wird bereits an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet - 26.01.2021 18:06 Uhr

Der Fall einer Nerzfarm in Dänemark, bei der die infizierten Tiere eine Virusmutation an Menschen übertragen hatten, sorgte im November für Aufsehen. Nerze gelten als die Spezies, die sich nach dem Menschen am leichtesten mit Sars-Cov-2 anstecken konnte.

Auch unsere tierischen Mitbewohner sind durchaus empfänglich für das Virus. Zwar sind den Behörden erst relativ wenige Fälle von Coronavirus-Erkrankungen bei Haustieren bekannt und der Verlauf ist meist harmlos. Die Möglichkeit, dass sich zum Beispiel Katzen beim Menschen anstecken, ist aber durchaus gegeben. Eine amerikanische Studie zeigt, dass betroffene Katzen das Virus an Artgenossen weitergeben können, die Tiere aber meist nicht erkranken. Fälle, in denen die Tiere Sars-Cov-2 an Menschen übertragen haben, sind nicht bekannt. Dennoch sollten Haustiere unter Quarantäne gesetzt werden, wenn sie mit einer positiv getesteten Person im Haushalt leben.

Bilderstrecke zum Thema

Von Dalmatiner bis Chihuahua: Die schönsten Hundebilder unserer User

Süße Hundewelpen, lustiger Schnappschuss oder treuer Begleiter: Wir haben eine Auswahl der schönsten Vierbeiner-Fotos unserer User zusammengestellt. Hier kommen die tierisch-knuffigen Bilder!


Das Risiko, dass Menschen das Coronavirus auf Hunde übertragen, ist nach derzeitigen Erkenntnissen etwas geringer als bei Katzen. In den USA wurden bis Mitte Oktober lediglich 23 Fälle registrier. Weiterhin geht auch hier vermutlich keine Infektionsgefahr für Menschen von den Vierbeinern aus - zumindest ist noch nie eine Ansteckung nachgewiesen worden.

Warum Haustiere dennoch eine Corona-Impfung brauchen

Trotzdem braucht es auf lange Sicht auch für die Haustiere eine Impfung. Zumindest nach den Einschätzungen von Experten der University of East Anglia (UEA), des Earlham Institute und der University of Minnesota. Die Forscher halten es für möglich, dass sich das Virus in der Zukunft weiterentwickelt - und dann auch Haustiere mutierte Varianten an den Menschen weitergeben können. "Es macht Sinn, Impfungen als Vorsichtsmaßnahme für Haustiere zu entwickeln, damit man dieses Risiko reduzieren kann", findet Cock van Oosterhout, einer der Forscher. Er fügt hinzu, dass in Russland bereits an der Entwicklung eines Impfstoffes für Tiere gearbeitet werde.

Bilderstrecke zum Thema

Der Sprung ins kühle Nass: Süße Vierbeiner beim Baden

Dass die Hunde unserer User niedlich sind, wissen wir schon lange. Wie viel Spaß sie beim Schwimmen und Toben im Wasser haben, erst seit Kurzem. Hier eine Auswahl der lustigsten Plansch-Bilder.


ck

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama