Impfausweis nicht unbedingt nötig

Corona-Impfung: Was muss ich zum Termin mitbringen?

22.6.2021, 08:53 Uhr

Sie sind aktuell heiß begehrt: Millionen Deutsche haben sich bereits für einen Impftermin angemeldet. Seit dem 20. Mai dürfen Hausärzte in Bayern Termine an alle Patienten vergeben. Mit dem 7. Juni fiel deutschlandweit die Impfpriorisierung, in bayerischen Impfzentren werden vorerst aber die Prioritätsgruppen geimpft. Wer ohne Priorisierung geimpft wird, braucht beim Termin deutlich weniger Unterlagen. Mittlerweile gibt es auch Impfungen bei einigen Fachärzten und Betriebsärzten.

Corona: Was muss ich zum ersten Impftermin mitbringen?

Einladung mit Termin: Ohne nachgewiesenen Termin dürfen Sie das Impfzentrum gegebenenfalls nicht betreten. Beim Hausarzt, der seine Patienten kennt, ist die Lage natürlich anders. Auch hier sollte man aber nur nach Absprache erscheinen. Gleiches gilt für die Impfung beim Betriebsarzt oder Facharzt.

Ausweis: Beim Impftermin wird anhand des Personalausweises oder Reisepasses kontrolliert, ob die richtige Person erschienen ist und die vorliegenden Daten korrekt sind. Bei einem ausländischen Personalausweis oder Reisepass wird ein zusätzliches Dokument benötigt, in dem die aktuelle Meldeadresse zu finden ist, zum Beispiel die Meldebescheinigung.

Impfausweis: Hier wird die Corona-Impfung offiziell eingetragen, damit Sie später nachweisen können, dass Sie diese auch wirklich erhalten haben. Sollten Sie den Ausweis nicht mehr finden, wird Ihnen im Impfzentrum oder beim Arzt eine Impfbescheinigung ausgestellt.

Falls vorhanden: Herzpass, Diabetikerausweis, Allergiepass oder Medikamentenliste: Anhand dieser Angaben stellt der Arzt fest, ob Sie die Impfung erhalten dürfen oder ob sie für Sie womöglich mit zu vielen Risiken behaftet ist. Der Hausarzt hat diese Informationen meist bereits vorliegen.

Optional das Aufklärungsmerkblatt: Dort werden wichtige Fragen rund um die Impfung beantwortet. Wer will, kann sich das Dokument schon vorab ansehen und ausfüllen. Hier finden Sie den Link zum Aufklärungsmerkblatt für mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer und Moderna) beziehungsweise das Aufklärungsblatt für Vektor-Impfstoffe (Astrazeneca, Johnson & Johnson). Vor Ort klärt zudem die Ärztin oder der Arzt über die Risiken der Impfung auf.


Alle Artikel zur Corona-Impfung finden Sie hier


Außerdem wird ein Anamnesebogen mit Einwilligungserklärung ausgefüllt, der ebenfalls online abrufbar ist: hier für mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer und Moderna) und hier für Vektor-Impfstoffe (Astrazeneca, Johnson & Johnson).

Corona-Impfung: Mit diesen Angaben weisen Sie Ihren Anspruch nach

Wenn Sie zu einer Priorisierungsgruppe gehören und sich im Impfzentrum impfen lassen wollen, benötigen Sie gegebenenfalls noch weitere Dokumente. Neben dem Alter qualifizieren hier unter anderem auch bestimmte Berufsgruppen, ein hohes Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe und ein hohes Risiko, dem Coronavirus ausgesetzt zu werden. Zudem werden auch bestimmte Kontaktpersonen bevorzugt geimpft.

Alle gemachten Angaben zur Priorisierung müssen auch nachgewiesen werden. Diese Dokumente benötigen Sie womöglich:

- Attest oder ärztlicher Nachweis zu Ihrer Erkrankung, wenn diese der Grund für die Priorisierung ist

- Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege einer pflegebedürftigen Person oder einer Arbeitsstelle bzw. Ehrenamtsstelle gemäß der Gruppe 2 oder 3

- schriftliche Erklärung einer pflegebedürftigen oder schwangeren Person, dass Sie deren enge Kontaktperson sind. Hierzu gibt es Nachweisformulare, die Sie online abrufen können. Hier finden Sie das Nachweisformular für enge Kontakte von Schwangeren, zusätzlich braucht es als Schwangerschaftsnachweis ein ärztliches Zeugnis oder den Mutterpass.

Hier finden Sie das Nachweisformular für enge Kontakte von Pflegebedürftigen aus der Prioritätengruppegruppe 2 und hier das Nachweisformular für enge Kontakte von Pflegebedürftigen aus der Prioritätengruppe 3. Auch in diesen Fällen benötigen Sie die Nachweise, dass Ihr Kontakt pflegebedürftig ist, zum Beispiel eine Kopie des Bescheids der Pflegekasse über die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit.


Impfreihenfolge: Das sind die drei Gruppen mit Priorität


Was brauche ich für die zweite Impfung?

Bei einer Zweitimpfung werden diese Nachweise nicht mehr benötigt. Dafür sollte die die Impf-Dokumentation der ersten Impfung mitgebraucht werden, ebenso nochmals der Ausweis und der Impfpass, falls vorhanden. Die vollständige Impfung kann mittlerweile auch digital nachgewiesen werden, dazu braucht es den passenden QR-Code. Den erhält man beim Impfarzt oder in einer Apotheke, wenn man seine Impfbescheinigung vorlegt.

Weitere Informationen zum Ablauf der Impfung erhalten Sie auch auf der Website des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

Wichtig: Wer beim Hausarzt schneller drankommt als im Impfzentrum, sollte seinen Eintrag im Bayerischen Impfportal BayIMCO löschen, damit keine Termine blockiert werden. Umgekehrt bitten die Praxen darum, dass man Bescheid gibt, wenn man im Impfzentrum gegen das Coronavirus immunisiert wurde und keinen Platz mehr auf der Warteliste benötigt.