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FAQ: Coronatests für Kinder: Das sollten Sie wissen

Für den Schulbesuch braucht es regelmäßige Tests - 16.04.2021 11:24 Uhr

An der Corona-Abstrichstelle in Forchheim wird eifrig getestet.

22.03.2021 © Ralf Rödel, NN


In welchen Fällen braucht mein Kind einen Coronatest?

Seit dem Ende der Osterferien gilt: Wer den Präsenzunterricht besuchen will, muss regelmäßig ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorweisen können. In Gegenden mit hoher Inzidenz betrifft das Abschlussklassen sowie die vierte Klasse, bei niedrigeren Inzidenzen dürfen mehr Schüler in den Präsenzunterricht. Die exakte Regelung finden Sie hier.

Wie lange der Test gültig ist, hängt von der Inzidenz ab. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 gilt er am Tag der Testung und den zwei folgenden Tagen (Beispiel: Test am Montag, Ergebnis gilt von Montag bis Mittwoch). Liegt die Inzidenz über 100, gilt der Test nur noch am Tag selbst und dem Folgetag (Beispiel: Test am Montag, Ergebnis gilt von Montag bis Dienstag). Mitunter braucht es also mehr als zwei Tests pro Woche.

Die Kinder dürfen entweder mit einem negativen PCR-Test - oder Antigenschnelltest in die Schule kommen, der von einer medizinisch geschulten Person durchgeführt worden sein muss, oder sich dort selbst testen. Ein Selbsttest zuhause reicht nicht aus.

Für Kitas gilt nach wie vor: Ein negativer Test wird verlangt, wenn Kinder mit leichten, neu aufgetretenen Erkältungssymptomen wie Schnupfen und Husten - ohne Fieber - weiter in die Kita bzw. Notbetreuung gehen sollen. Ebenso braucht es ihn, wenn Kinder nach einer Erkrankung mit stärkeren Symptomen wieder zurückkehren. Dabei werden sowohl ein negativer PCR- als auch POC-Antigen-Schnelltest für das Kind akzeptiert. Der Test kann auch während der Erkrankungsphase erfolgen, muss also nicht so aktuell sein wie beim Schulbesuch.

Wo wird getestet?

In Schulen wird seit dem 12. April getestet, in Kitas noch nicht.

Nicht alle, aber einige Kinderärzte bieten Schnelltests oder auch PCR-Tests an. Die Kassenärztliche Vereinigung gibt hier einen Überblick, in welchen Praxen Coronatests möglich sind. Im Zweifelsfall sollte man einfach beim eigenen Kinderarzt anrufen und sich nach den Möglichkeiten erkundigen.

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Die verschiedenen Corona-Tests im Überblick

Es gibt inzwischen eine Reihe verschiedener Corona-Tests, die sich in einigen Punkten unterscheiden. Wann erhalte ich das Ergebnis? Was wird überhaupt getestet? Welche Probe wird dafür entnommen? Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Tests und ihre Durchführung.


PCR- und Schnelltestzentren bieten ebenfalls Tests für Kinder an. Hierbei sollte man sich aber vorab informieren, welche Regelungen die Teststelle aufgestellt hat. Für die Nürnberger Schnelltestzentren gilt zum Beispiel: Bei Symptomen wie Fieber und starken Husten werden Kinder nicht getestet, in diesem Fall sollen Eltern den Kinderarzt kontaktieren. Bei einem leichten Schnupfen kann getestet werden.


Corona: Treiben viele Tests die Infektionszahlen nach oben?


Außerdem wollen immer mehr Apotheken Antigen-Schnelltests durchführen. Die Nürnberger Apotheken, die der Stadtspitze bereits bekannt sind, finden sich hier aufgelistet.

Ab welchem Alter werden Kinder getestet?

"Für die Coronatests gibt es keine Altersbeschränkung", berichtet die Wendelsteiner Kinderärztin Renate Abt. Für einen Kinderarzt seien diese Tests Routine, auch Säuglinge könnten getestet werden, wenn dies sinnvoll erscheint.

Ab welchem Alter tatsächlich getestet wird, hängt aber auch von der Teststelle ab. Die Schnelltestzentren in Stein und Fürth beispielsweise bieten Tests bei Kindern ab einem Jahr an, das gilt auch für das PCR-Testzentrum in Fürth-Atzenhof. Am Nürnberger Flughafen werden RT-PCR-Tests für Kinder ab drei Jahren angeboten.

Wer einen Test bei einem jüngeren Kind machen lassen will, sollte sich also vorab bei der gewünschten Teststelle informieren.

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Wie sehen Corona-Tests für Kinder aus?

Prinzipiell gibt es für Kinder und Jugendliche die gleichen Testmöglichkeiten wie für Erwachsene, auch wenn manche Testkits als kinderfreundlicher gelten: Bei Antigenschnelltests nehmen Ärzte für Kinder beispielsweise dünnere Abstrichstäbchen oder wählen einen Test, bei dem eine Probe aus dem vorderen Nasenbereich ausreicht. Von diesem Test-Typ sind verschiedene Varianten auf dem Markt, die sich teils besser für Kinder eignen.

Gemein haben alle, dass das Ergebnis nach etwa einer Viertelstunde vorliegt. Allerdings können Viren hier erst ab einer höheren Konzentration nachgewiesen werden. Deshalb sind sie weniger zuverlässig als ein PCR-Test des Kinds.

Bei den Antigentests in den Schulen wird laut Kultusministerium ein Nasenabstrich circa zwei Zentimeter tief aus beiden Nasenlöchern entnommen. Dabei kommen Selbsttests unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz. Welcher Test die Schüler erwartet, erfahren sie von ihrer Schule. Lehrer oder Hilfskräfte weisen dabei an, den Test führen die Schüler aber selbst durch.

Beim PCR-Test muss ein Abstrich tief aus der Nase oder dem Rachen entnommen werden. Beides kann sich recht unangenehm anfühlen, der Rachenabstrich führt teilweise zu einem Würgereiz. Teilweise hilft es Kindern, den Nasenabstrich im Liegen durchzuführen. Die Probe wird ins Labor geschickt, eine Rückmeldung erhält man meist nach 24 bis 48 Stunden.

Selbsttests für zuhause gibt es mittlerweile ebenfalls zu kaufen. Diese werden aber nicht als Nachweis akzeptiert, um das Kind in die Schule oder Kita zu schicken. Zwei verschiedene Typen sind auf dem Markt: Entweder braucht es einen Nasen-Abstrich oder Speichel. Auch hier ist die Zuverlässigkeit geringer als beim PCR-Test. Nach einem positiven Testergebnis wird ein PCR-Test beim Kind nötig.

Bei Symptomen ist immer der Arzt der richtige Ansprechpartner. Am besten meldet man sich zunächst telefonisch in der Praxis und bespricht das weitere Vorgehen und ob und welcher Test sinnvoll ist.

Wie kann ich meinem Kind den Test erleichtern?

"Bei Säuglingen bietet es sich an, den Test im Liegen durchzuführen", sagt Abt. Dadurch ist das Kind am besten fixiert und das Verletzungsrisiko gering. Ab einem Jahr sei es sinnvoll, das Kind auf dem Schoß der Eltern sitzen zu lassen, damit es sich wohler fühlt. Jugendliche kommen mit dem Test oft gut zurecht. Prinzipiell gelte: "Wir Kinderärzte sind flexibel, auch was die Testart angeht, und nehmen Rücksicht auf das Kind."

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