Das Lied von Eis und Feuer

Game of Thrones: Autor George R. R. Martin verpasst Buchreihe anderes Ende

Stefan Besner

Online-Redaktion

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11.7.2022, 20:45 Uhr
Immer wieder wich Game of Thrones von Martins Buchvorlage ab - bis es diese schließlich überholte.

© HBOvia www.imago-images.de, imago images / Picturelux Immer wieder wich Game of Thrones von Martins Buchvorlage ab - bis es diese schließlich überholte.

Selten, wenn überhaupt je, wurde eine TV-Serie von einer derart breiten Öffentlichkeit verfolgt, geliebt und verteufelt wie Game of Thrones. Vor über drei Jahren, am 19. Mai 2019 wurde das heiß erwartete Finale schließlich ausgestrahlt - und hat nicht bei allen wohlwollende Reaktionen hervorgerufen. Bis heute wird eifrig diskutiert, sich ausgetauscht und der Kopf geschüttelt über die Serienschöpfer David Benioff und D. B. Weiss.

Knapp 1,9 Millionen Unterschriften für ein Remake

Immer wieder wich Game of Thrones von Martins Buchvorlage ab - bis es diese schließlich überholte. Das war für viele Fans und auch Kritiker der Moment, in dem die Serie nachließ - und je weiter die Handlung sich von "A Dance with Dragons", dem letzten, fertiggestellten Roman der Reihe, entfernte, desto kontroverser fielen die Rezensionen aus. Das ging soweit, dass einige Fans gar einen Neudreh der gesamten 8. Staffel forderten. "David Benioff und D.B. Weiss haben sich als erschreckend inkompetente Autoren erwiesen, wenn sie kein Quellenmaterial (d.h. die Bücher) haben, auf das sie zurückgreifen können. Diese Serie verdient eine letzte Staffel, die Sinn macht.", heißt es auf der Seite der Petition, die bis jetzt bereits knapp 1,9 Millionen Menschen unterschrieben.

George R. R. Martin schreibt anderes Ende

Möglicherweise haben diese zahlreichen und teils sehr lautstark vorgetragenen Klagen nun dazu beigetragen, dass Martin, der Benioff und Weiss angeblich das Ende seiner epischen Fantasy-Saga verraten haben soll, nun doch ein anderes Finale plant. Der grobe Handlungsrahmen für die letzten beiden Bücher "The Winds of Winter" und "A Song of Spring" stehe bereits und unterscheide sich stark von der Erfolgsserie. "Bestimmte Dinge, die auf HBO geschehen sind, werden in den Büchern nicht vorkommen. Und andersherum.", schreibt Martin in seinem Blog. Auch ein paar neue Charaktere soll es in "The Winds of Winter" geben. Zudem könnten Figuren, die in der Serie überlebt haben, ihren Tod finden und umgekehrt. Mehr verrät er dann aber auch nicht. Ob die mit dem Serienfinale so unzufriedenen Fans letztlich durch die Bücher versöhnt werden können, bleibt abzusehen. "Ihr werdet warten müssen, bis ich dort bin", vertröstet Martin seine Fans einmal mehr.

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