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Gesundheitsstudie beweist: Nickerchen sind gut fürs Herz

Schweizer führten Langzeitstudie an 3500 Probanden durch - 10.09.2019 11:40 Uhr

Ein Pandabär macht in seinem Gehege in Peking ein Nickerchen. © TPG via ZUMA Press (dpa)


Die Pandabären machen es vor: Mal kurz die Augen schließen, entspannen und bei einem Schläfchen wieder Energie tanken: Ein Nickerchen ist für viele ein einfacher Weg, sich ein wenig vom Alltagsstress zu erholen. Dass sogenannte "Power-Naps" tatsächlich sogar das Risiko für Herzerkrankungen mindern, wies nun eine Schweizer Langzeitforschung nach. Am Montag veröffentlichten Wissenschaftler im Journal ScienceDaily Daten, die sie in fünf Jahren von knapp 3500 Schweizern gesammelt haben.

"Wir haben gesunde Erwachsene untersucht und sind dabei zum Ergebnis gekommen, dass diejenigen, die regelmäßige Nickerchen halten, ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen aufweisen", fasste die Hauptautorin Nadine Häusler die Forschungen zusammen. Dabei spielt eine zentrale Rolle, wie oft gedöst wird: Nur, wer ein oder zweimal wöchentlich ein Mittagsschläfchen abhält, senkt das Risiko auf Herzattacken und -infarkte. Die Studie wurde am Uniklinikum Lausanne durchgeführt.

Wertvoller Weg zum Stressabbau

Die Teilnehmer der Untersuchungen waren zwischen 35 und 75 Jahre alt. Einer von fünf haute sich dabei im empfohlenen ein-bis-zwei-Tagesrhythmus aufs Ohr. Ihr Risiko für die Herzattacken waren in der Zeit der Studie um 48 Prozent gesunken.

Nicht nur, dass die Nickerchen die Gesundheit des Herzens stärken, "sie könnten auch ein wertvoller Weg sein, Stress abzubauen und Schlafmangel in der Nacht zu kompensieren", hieß es in der Studie. Vielleicht also sollten sich die Menschen ein Vorbild an den gemütlichen Pandabären nehmen und hin und wieder die Gelegenheit für ein kleines Schläfchen nutzen.

 

mch

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