Discounter und Drogerien betroffen

Leere Regale in deutschen Supermärkten: Das sind die Gründe

3.8.2021, 09:09 Uhr
Leere Regale sind schon aus Hamsterzeiten während dem Beginn der Corona-Krise bekannt, jetzt haben die Knappheiten andere Gründe. (Symbolbild)

Leere Regale sind schon aus Hamsterzeiten während dem Beginn der Corona-Krise bekannt, jetzt haben die Knappheiten andere Gründe. (Symbolbild) © Philipp Rothenbacher

In vielen Supermärkten kommt es derzeit zu Ausfällen im Sortiment. Leere Regale und verdutzte Kunden sind die Folge. Besonders im westlichen Rhein-Main-Gebiet sind manche Produkte knapp oder gar nicht erhältlich. Dazu kommt, dass manche Lebensmittel deutlich teurer geworden sind.

Laut dem Verbrauchermagazin Chip 365 lässt sich dieser Zustand im Westen durch die vorangegangen Hochwasserkatastrophe erklären. Viele Lagerhäuser in der Region sind geflutet worden, die Lebensmittel sind verdreckt und zerstört. Auch einige Lieferketten sind durch zerstörte Straßen und Brücken unterbrochen. Laut Angaben des Magazins sind Filialen der Drogerieketten Dm und Rossmann sowie der Supermarkt Lidl besonders stark betroffen. Womöglich dauert es noch einige Wochen, bis sich die Lage wieder normalisiert.

Doch nicht nur der Westen Deutschlands ist von Güterknappheit betroffen. Aldi Süd musste sein geplantes Sonder-Sortiment anpassen, da viele Produkte nicht den Weg bis in die Filialen gefunden haben. Grund ist die weltweite Container-Krise. In einem der wichtigsten Handelshäfen in Yantian in China kam es vor einigen Wochen zu einem größeren Corona-Ausbruch. Folglich wurde der Hafen abgeriegelt, Arbeiter wurden in Quarantäne geschickt. Die Produkte konnten nicht ausgeliefert werden. So waren einige Produkte wie Bilderrahmen oder kleine Tische der aktuellen Aktionswoche nicht verfügbar.

Im Zuge der asiatischen Lieferschwierigkeiten kommt es immer wieder zu Knappheiten bei Produkten aus bestimmten Rohstoffen. Besonders Holz, Glas und Edelstahl finden ihren Weg nur schwer nach Europa. Bei Möbelherstellern wie Ikea oder Mömax führt das zu wochenlangen Wartezeiten.

Durch die begrenzte Anzahl der Produkte warnen Wirtschaftsexperten zudem vor Anstiegen bei den Preisen. Wenn die Nachfrage steigt, steigen auch Produktions- und vor allem Lieferkosten.